Brasilien verlangt Aufklärung von Google über Street-View-Daten

Auch in Brasilien hat Google Daten gesammelt, an die das Unternehmen über offene WLAN gelangte.

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  • dpa

Google muss auch in Brasilien Auskunft über persönliche Daten von Internet-Nutzern geben, die während der Aufnahmen für seinen Online-Kartendienst Street View gespeichert wurden. Das ordnete ein Gericht in Brasília an. Kommt das Unternehmen der Aufforderung nicht nach, kann eine Strafe von bis zu einer Million Real (323.000 Euro) pro Tag fällig werden.

Es geht dabei nicht um Bild-Aufnahmen für Street View, sondern um persönliche Daten von Internet-Nutzern, an die Google über offene WLAN gelangte, wie aus einer Mitteilung des Gerichtes hervorging. Die Frist zur Aufklärung läuft laut Medienberichten am Samstag ab.

Die Google-Software war zeitweise so gestaltet, dass sie auch Informationen aus unverschlüsselten WLAN-Netzen mitschnitt. Das Unternehmen geriet deswegen in mehreren Ländern ins Visier der Behörden. Google betonte auch in Brasilien, dass die Daten isoliert gespeichert und der Öffentlichkeit nicht zugänglich gewesen seien. Der in Deutschland für Google zuständige Hamburger Datenschützer Johannes Caspar verhängte im April gegen das Unternehmen ein Bußgeld. (anw)