Fernsehfestival Cologne Conference wirbt um mehr Publikum

Als Höhepunkt der diesjährigen Cologne Conference wird Oktober zum zweiten Mal der mit 25.000 Euro dotierte Filmpreis Köln für herausragende Leistungen in der Formensprache von Film und Fernsehen verliehen.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Das Fernsehfilmfestival Cologne Conference will in diesem Jahr deutlich mehr Publikum anziehen. Nach zuletzt etwa 6000 Besuchern soll nun die Marke von 10.000 Zuschauern überschritten werden. Um das zu erreichen, werden unter anderem 300.000 Programmbroschüren verteilt.

Die 18. Cologne Conference vom 8. bis zum 13. Oktober geht auch mit einem höheren Budget von insgesamt knapp einer halben Million Euro an den Start. Hauptsponsoren sind das Land NRW und die Stadt Köln. "Damit hat die Cologne Conference eine weitere Aufwertung erfahren", sagte Festivaldirektorin Martina Richter. Eintrittsgelder deckten dagegen "bestenfalls zehn Prozent" der Kosten ab. Die Cologne Conference war früher Teil des Branchentreffs Medienforum NRW, findet seit 2007 aber losgekoppelt davon im Herbst statt. Die Veranstalter betonen nun die zeitliche Nähe zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises.

Als Höhepunkt der diesjährigen Cologne Conference wird am 10. Oktober zum zweiten Mal gemeinsam mit der Filmstiftung NRW und der Stadt Köln der mit 25 000 Euro dotierte Filmpreis Köln für herausragende Leistungen in der Formensprache von Film und Fernsehen verliehen. Im vergangenen Jahr hatte Oscar-Preisträger Paul Haggis ("L.A. Crash") diesen Preis erhalten. Als weitere Auszeichnungen werden der TV-Spielfilm-Preis, der Network Movie Star, der Hollywood Reporter Award, der Deutsche-Casting-Preis und der Future TV Award vergeben. Sie sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert.

Die diesjährige Kultnacht des Festivals ist der ARD-Serie "Kir Royal" von 1986 mit Franz Xaver Kroetz, Dieter Hildebrandt und Mario Adorf gewidmet. Eröffnet wird das Festival mit der BBC-Produktion "10 Days to War". In jeweils 15-minütigen Episoden werden darin reale Ereignisse kurz vor Beginn des Irak-Kriegs 2003 nachgestellt. Festivaldirektorin Richter wies auch auf die Produktion "Inside the Manson Gang" über die aufsehenerregenden Morde der Hippie-Kommune "The Manson Family" von 1969 hin. Richard Hendrickson habe damit im vergangenen Jahr geradezu ein neues Genre begründet, die Horror-Dokumentation. (dpa) / (jk)