Iran meldet erfolgreichen Satellitenstart
Der Iran hat in der gestrigen Nacht den ersten selbstgebauten Satelliten des Landes erfolgreich ins All befördert. Der Starttermin korreliert mit dem 30. Jahrestag der islamischen Revolution im Iran.
Der Iran hat in der gestrigen Nacht den ersten selbstgebauten Satelliten des Landes erfolgreich ins All befördert. Entsprechende Meldungen iranischer Nachrichtenagenturen wurden inzwischen unter anderem vom französischen Außenministerium bestätigt. Dessen Sprecher Eric Chevallier erklärte, man sei besorgt, dass in dem Land Kapazitäten entwickelt würden, die für "ballistische Zwecke" genutzt werden könnten.
Iranischen Angaben zufolge gab Präsident Mahmoud Ahmadinejad persönlich den Befehl zum Start der Trägerrakete vom Typ Safir 2, die den auf den Namen "Omid" (Hoffnung) getauften Satelliten in eine erdnahe Umlaufbahn transportierte. Nach offizieller Version erfüllt Omid vor allem experimentelle Aufgaben. Die Ergebnisse sollen in den Bau dreier weiterer Satelliten fließen, die Iran in den kommenden zwei Jahren im All positionieren will.
Der Starttermin korreliert mit dem 30. Jahrestag der islamischen Revolution im Iran. Nachdem Schah Mohammad Reza Pahlavi im Januar 1979 das Land verlassen hatte, kehrte am 1. Februar Ajatollah Ruhollah Chomeini aus dem französischen Exil zurück. Chomeini gilt als der Gründer der Islamischen Republik im Iran. Mit dem erfolgreichen Satellitenstart sei Irans Präsenz im All offiziell in der Geschichte verankert, sagte Präsident Ahmadinejad. (pmz)