USA: Droht Konsumkrise bei Computerspielen?
Der Absatz wuchs im August erstmals seit mehr als zwei Jahren nur noch einstellig
- Peter MĂĽhlbauer
Der US-Spielemarkt wächst im Jahresvergleich das erste Mal seit mehr als zwei Jahren nur noch einstellig, wenn man den Zahlen der Marktforschungsfirma NPD Group glaubt. Ihnen zufolge wuchs der Absatz von Computerspiel-Hardware, -Software und -zubehör im August um 9 Prozent im Vergleich zum August 2007. Im April, als GTA IV erschien, hatte der Anstieg noch bei 68 Prozent gelegen.
NPD-Analystin Anita Frazier merkte an, dass die von der Industrie angepeilte Steigerung des Jahresumsatzes auf eine Summe zwischen 22 und 24 Milliarden US-Dollar durch die hohen Zuwächse in den Vormonaten noch erreicht werden könne. Im letzten Jahr lag der Jahresumsatz bei 18 Milliarden US-Dollar.
Jeetil Patel, ein Analyst der Deutschen Bank, sah in dem langsameren Wachstum erste Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Ein anderer Grund könnte im Angebot liegen: Das mit Abstand bestverkaufte Spiel des Monats war Madden NFL 09, welches sich mit relativ wenigen Neuerungen nur um 2 Prozent besser als die Vorjahresversion verkaufte.
Für September wird wieder ein stärkeres Wachstum erwartet: Dann könnte sich auswirken, dass Nintendo die Produktionskapazitäten für seine stark nachgefragte Wii-Konsole erhöhte und dass Microsoft den Preis für sein Konkurrenzprodukt Xbox 360 deutlich senkte. (pem)