Epcos leidet unter Nachfrageeinbruch

Im vergangenen Quartal schrumpfte der Umsatz des Herstellers von elektronischen Bauelementen um 23 Prozent auf 282 Millionen Euro.

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Der Hersteller von elektronischen Bauelementen Epcos sieht eine zunehmende Verschlechterung seiner Geschäftsentwicklung als Folge der Wirtschaftskrise. Im vergangenen ersten Quartal seines Geschäftsjahres ging der Umsatz laut einer Mitteilung (PDF-Datei) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23 Prozent auf 282 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in den drei Monaten bis Ende Dezember 2008 minus 19 Millionen Euro gegenüber 28,4 Millionen vor einem Jahr.

Wegen der "äußerst widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der nicht vorhersehbaren Nachfrageentwicklung" überprüft Epcos seine Ressourcenplanung, heißt es in der Mitteilung. Unter anderem würden Resturlaub und Arbeitszeitguthaben abgebaut, außerdem gibt es Kurzarbeit. Im ersten Quartal hat Epcos 4100 Stellen abgebaut, davon waren zur Hälfte eigene Mitarbeiter betroffen. Da Konjunkturforscher für 2009 mit anhaltend großen Belastungen der Weltwirtschaft rechneten, erwartet Epcos im laufenden Quartal einen Umsatzrückgang auf rund 260 Millionen Euro.

Epcos wurde im vergangenen Jahr vom japanischen Konzern TDK fast komplett übernommen und hält nun 95 Prozent der Anteile. Im Januar wurde bekannt, dass die noch verbliebenen Kleinaktionäre mit Zwangsabfindungen aus dem Unternehmen gedrängt werden sollen. (anw)