YotaPhone: das Smartphone mit E-Ink-Zweitdisplay
Yota bringt ein Smartphone mit zwei Displays: Zusätzlich zum LCD gibt es ein E-Ink-Display, das für eine lange Akkulaufzeit und mehr Lesekomfort im Freien sorgen soll. Der Aufpreis im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Android-Phones ist allerdings hoch.
In Zeiten der Klapphandys war ein zweites Display nichts besonderes, aber Yota Devices hatte als erster die Idee, ein Zweitdisplay mit E-Ink-Technik in ein Smartphone einzubauen. Nun hat der russische Hersteller die Details bekanntgegeben: Das YotaPhone kommt mit zwei Displays, Android 4.2, LTE und Dual-Core-CPU zum Preis von 500 Euro.
(Bild:Â Yota)
E-Ink-Displays stecken normalerweise in E-Book-Readern, zeigen nur Graustufen und benötigen keinen Strom, solange sich der angezeigte Inhalt nicht ändert. Bei Smartphones ist das LCD üblicherweise die Komponente mit dem höchsten Stromverbrauch. Wer also auf dem YotaPhone seine SMS, Twitter-Updates und Ähnliches auf dem E-Ink-Display liest statt auf dem Hauptbildschirm, schont damit den Akku.
Das Zweitdisplay bleibt laut Yota ständig eingeschaltet und ist (mit dem zuletzt aufgerufenen Text) auch dann ablesbar, wenn der Smartphone-Akku leer ist. Ein weiterer Vorteil des E-Ink-Displays: Es spiegelt kaum und ist auch im Sonnenlicht gut lesbar.
Der Anwender kann beliebige Inhalte mit einer Zwei-Finger-Wisch-Geste vom Hauptbildschirm auf das E-Ink-Display verschieben – zum Beispiel eine Wegbeschreibung, die man unterwegs öfters nachsehen will. Außerdem liefert Yota ein paar spezielle Apps für das Zweitdisplay mit, darunter eine Kalender- und eine Nachrichten-App. Mit einem SDK sollen Entwickler weitere Apps nachliefern. Das E-Ink-Display ist nicht touch-empfindlich, aber unterhalb liegt ein kleiner Touch-Bereich, mit dem man es bedient.
YotaPhone (4 Bilder)

Die restliche Ausstattung erinnert an Mittelklasse-Smartphones (siehe Tabelle). Interessant ist zum Beispiel der Vergleich mit dem Moto G von Motorola: Dieses hat kein LTE und kein E-Ink-Display, ansonsten aber eine ähnliche Ausstattung. Es kostet 170 bis 200 Euro, also nicht einmal halb so viel wie das YotaPhone.
Der ukrainische Hersteller E-Book-Reader-Hersteller Pocketbook will ebenfalls ein E-Ink-Display mit einem Smartphone kombinieren, allerdings auf andere Weise als YotaPhone: Auf der IFA zeigte Pocketbook eine Hülle mit integriertem E-Ink-Display für das Samsung Galaxy S4, die aber anscheinend noch nicht in Deutschland erhältlich ist. Das YotaPhone soll man demnächst in Yotas Online-Shop bestellen können und auch im deutschen Handel finden.
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| Yotaphone - technische Daten | |
| Betriebssystem | Android 4.2.2 |
| Display | 4,3 Zoll LCD, 1280 x 720 Pixel |
| Zweitdisplay | 4,3 Zoll E-Ink, 640 x 360, 16 Graustufen |
| CPU | Dual Core, 1,7 GHz |
| Speicher | 2 GByte RAM, 32 GByte Flash |
| Mobile Datenverbindung | LTE 800/1800/2600 MHz, UMTS 900/1800/2100 MHz |
| Kameras | 13 Megapixel, LED-Blitz / 1 Megapixel |
| Akku | 1800 mAh |
| restliche Ausstattung | 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS |
| Abmessungen | 133 mm x 67 mm x 9,9 mm |
| Gewicht | 146g |
(cwo)