Telefunken-Halbleiterwerk in Heilbronn macht weiter
Das seit April insolvente Unternehmen Telefunken Semiconductors hat einen neuen Investor gefunden und kann weiterarbeiten.
In Heilbronn betreibt das Unternehmen Telefunken Semiconductors, eine Tochter der kalifornischen TSI Semiconductors, ein Halbleiterwerk mit zuletzt rund 180 Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa 42 Millionen Euro im Jahr 2012. Im April 2013 musste Telefunken Semiconductors Insolvenz anmelden und lange sah es schlecht aus. Doch nun haben 47 Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft gewechselt und 135 bleiben in einer neuen Gesellschaft, die dank eines nicht genannten Investors den Geschäftsbetrieb fortführen kann.
Auch langjährige Kunden haben zu der Lösung beigetragen und schon im Sommer Aufträge platziert. Allerdings wurden auch Arbeitsplätze abgebaut: Noch im Juli hatte der Insolvenzverwalter 300 Mitarbeiter erwähnt, von denen damals schon 97 entlassen wurden: 84 in Heilbronn und 13 in Hannover.
Das Telefunken-Werk Heilbronn produziert seit 1960, damals war Telefunken eine Tochter der AEG. Später wurden Teile von Telefunken und auch des Standorts Heilbronn wiederholt ausgegliedert oder verkauft. So gehörte die Chipfertigung auf 6-Zoll-Wafern zwischenzeitlich als Temic zu Daimler-Benz beziehungsweise DASA und später zu Atmel. Der bisherige Eigner TSI Semiconductors hatte das Unternehmen 2009 von Atmel gekauft. 2011 erwarb TSI dann eine Fab von Renesas in Roseville, Kalifornien.
Wie andere kleinere Chiphersteller fertigt auch Telefunken Semiconductors Bauelemente fĂĽr Kraftfahrzeuge (Automotive), aber auch fĂĽr andere Produkte. (ciw)