Sharp erwartet großen Verlust

Im laufenden Geschäftsjahr wird das Unternehmen laut der nun korrigierten Prognose umgerechnet voraussichtlich eine halbe Milliarde Euro in roten Zahlen schreiben.

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Der japanische Elektronikhersteller Sharp hat seine zuletzt im Oktober aktualisierte Prognose für das laufende Geschäftsjahr stark abgesenkt. Statt eines Nettogewinns von 60 Milliarden Yen (511 Millionen Euro) werde bis Ende März ein Verlust in Höhe von etwa 100 Milliarden Yen unterm Strich stehen, teilt das Unternehmen mit (PDF-Datei). Statt 3,4 Billionen Yen werde Sharp voraussichtlich 2,9 Billionen Yen (24,7 Milliarden Euro) umsetzen. Außerdem gibt das Unternehmen eine Kürzung der Direktoren- und Managergehälter bekannt.

Im vergangenen Quartal hat Sharp laut einer weiteren Mitteilung (PDF-Datei) 735 Milliarden Yen umgesetzt, das sind knapp 200 Milliarden weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust 65,8 Milliarden Yen gegenüber einem Gewinn von 29,6 Milliarden vor einem Jahr. Neben der Rezession in Japan, in den USA und Europa schwächele nun auch die Wirtschaft in aufstrebenden Ländern, schreibt Sharp in seiner Mitteilung zur Begründung für die Korrektur des Ausblicks. Weiter berücksichte das Unternehmen Restrukturierungskosten, den Wertverlust der Aktie und eine Strafe der Kartellbehörden wegen Preisabsprachen. (anw)