Telekom nimmt Wettbewerber bei Geschäftskunden ins Visier
Mit besserem Service, neuen Produkten und aggressiveren Preisen will Telekom-Vorstand Timotheus Höttges die Position der Telekom-Festneztsparte vor allem bei mittelständischen Unternehmen gegenüber Wettbewerbern wie Vodafone stärken.
Nach interner Umstrukturierung bläst die Deutsche Telekom im Bereich Geschäftskunden zum Angriff auf die Konkurrenz. Bislang komme die Telekom hier auf einen Marktanteil von rund 80 Prozent, sagte Telekom-Vorstand Timotheus Höttges. Mit besserem Service, neuen Produkten und aggressiveren Preisen will er seine Position gegenüber Wettbewerbern wie Vodafone stärken. Bereits auf der CeBIT sollen vier neue Produkte für Geschäftskunden vorgestellt werden. Sie konzentrieren sich vor allem auf die Integration von Festnetz und Mobilfunk. Wie im November angekündigt sind die rund 160.000 vorwiegend mittelständischen Unternehmenskunden wieder in die Festnetzsparte integriert worden. Sie waren vor vier Jahren an T-Systems ausgelagert worden.
Die Nachfrage der jetzt wieder in die Festnetzsparte eingebundenen Kunden ist vorwiegend an Telekommunikationsprodukte und weniger an die von T-Systems angebotenen komplexen Kommunikationslösungen gerichtet. Der Umsatzbeitrag für die Festnetzsparte dürfte sich dabei allerdings in Grenzen halten. Höttges verspricht sich zusätzliche Erlöse von rund zwei Milliarden Euro von den wiedergewonnenen Geschäftskunden. Zusammen mit den rund zwei Millionen sehr kleinen Unternehmenskunden, die T-Home schon zuvor betreute, sollen sich die Umsätze im neuen Geschäftskundenbereich auf rund 5,7 Milliarden Euro belaufen.
Insgesamt erwirtschaftete die Festnetzsparte 2007 einen Jahresumsatz von rund 23 Milliarden Euro. Für T-Systems ist die Umstrukturierung unterdessen ein Glücksgriff. Denn mit rund 400 Großkunden und Umsätzen von rund zehn Milliarden Euro verbleibt der lukrative Teil des Geschäfts bei der Sparte. (dpa) / (jk)