eBay besinnt sich auf alte Stärken
Die Internethandelsplattform will laut "Wall Street Journal" künftig mehr Gewicht darauf legen, als Umschlagplatz für gebrauchte Waren zu dienen und weniger mit Online-Einzelhändlern zu konkurrieren.
Die Internethandelsplattform eBay will sich künftig wieder mehr darauf konzentrieren, auf ihrem "Marketplace" gebrauchte Waren oder überschüssige Lagerbestände verkaufen zu lassen. Das sagte eBay-Chef John Donahoe laut einem Bericht des Wall Street Journal auf einer Analysten-Konferenz. Damit rücke das Unternehmen von der Strategie ab, über die auf eBay vertretenen Einzelhändler mit Unternehmen wie Amazon.com zu konkurrieren, die Neuwaren anbieten. Donahoe sagte nun laut dem Bericht, "wir sind keine Händler. Wir konzentrieren uns auf das Gebiet, in dem wir gewinnen können". Als ein weiteres Standbein soll der Bezahldienst PayPal ausgebaut werden.
Im vergangenen Quartal hatte eBay mit seinem "Marketplace" 1,27 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 16 Prozent weniger als im Vergleichsquartal 2007. Insgesamt schrumpfte der Umsatz um 145 Millionen US-Dollar auf 2,04 Milliarden. Das Unternehmen startete 1995 unter dem Namen auctionweb als reine Online-Auktionsplattform. Mittlerweile werden dort auch Neu- und andere Waren zu Festpreisen angeboten. eBay sei damit dem Trend gefolgt, dass Internetnutzer in jüngster Zeit Online-Einzelhändler wie Amazon.com, Buy.com und Wal-Mart.com bevorzugen, habe auf diesem Gebiet aber nicht ausreichend mithalten können, heißt es in dem Bericht. (anw)