Bill Gates wieder reichster US-Amerikaner
Microsoft-Gründer Bill Gates hat Finanzinvestor Warren Buffett vom Thron des reichsten US-Amerikaners gestoßen. Nach Berechnungen des Wirtschaftsmagazins Forbes kommt Gates derzeit auf ein Vermögen von rund 57 Milliarden Dollar.
(Bild:Â Stribling)
Microsoft-Gründer Bill Gates hat nach Berechnungen des Wirtschaftsmagazins Forbes Warren Buffett vom Thron des reichsten US-Amerikaners gestoßen. Während der Finanzinvestor seit der letzten Erhebung im Februar rund 20 Prozent seines damals auf 62 Milliarden US-Dollar geschätzten Vermögens verlor und laut Forbes jetzt "nur noch" 50 Milliarden Dollar schwer ist, habe William Gates III seine Schäfchen größtenteils zusammenhalten können (minus 1 Milliarde Dollar) und komme zum Stichtag 29. August auf ein Vermögen von insgesamt 57 Milliarden Dollar.
Neu im Club der reichsten US-Amerikaner nach Forbes-Version ist Mark Zuckerberg, seines Zeichens Gründer der Social-Networking-Plattform Facebook. Mit 1,5 Milliarden Dollar belegt Zuckerberg Rang 321 in der Forbes-Liste der 400 Richest Americans. Zu den Verlierern der jüngsten Erhebung gehört unter anderem der Chef des Navigationsspezialisten Garmin, Min Kao, der nach kräftigen Kurseinbrüchen der Garmin-Aktie nur noch auf 1,8 Milliarden Dollar (minus 2,9 Milliarden) kommt.
Zwar müssen die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page auch künftig nicht jeden Cent umdrehen, ihr Vermögen schrumpfte nach Forbes-Zahlen aber ebenfalls kräftig: Brin (Platz 13) wird jetzt mit 15,9 Milliarden Dollar bewertet (minus 2,7 Milliarden), Page (Platz 14) kommt auf 15,8 Milliarden Dollar (minus 2,6 Milliarden). Die 8,5 Millionen Dollar, die Brin jüngst für eine 321-Quadratmeter-Luxuswohnung im New Yorker Künstler- und Szeneviertel Greenwich Village ausgab, dürften vor diesem Hintergrund eher als konservative Wertanlage durchgehen.
Kräftig Federn lassen musste auch eBay-Gründer Pierre Omidyar, der nunmehr Platz 54 mit 6,3 Milliarden Dollar belegt (minus 2,6 Milliarden). Dass es sehr schnell aber auch noch sehr viel tiefer gehen kann, zeigen die Beispiele Sheldon Adelson und Kirk Kerkorian: Die beiden Spielcasino-Tycoone verloren binnen Jahresfrist 13 Milliarden respektive 6,8 Milliarden Dollar, nachdem die Aktien ihrer Zocker-Imperien um jeweils mehr als 70 Prozent nachgaben. Und die dramatischen Entwicklungen auf den US-Finanzmärkten dürften die Forbes-Liste der reichsten US-Amerikaner jetzt erst richtig durchwirbeln. (pmz)