Delta Airlines will Telefonate an Bord nicht erlauben

Zwar will die US-Aufsichtsbehörde das Telefonieren in Flugzeugen bald erlauben, Delta Airlines möchte aber weiterhin bei einem Verbot bleiben. Damit wehrt sich nun die zweite Fluggesellschaft gegen die Änderung.

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Der Vorstoß der US-Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (FCC) bald das Telefonieren in Flugzeugen zu erlauben, wird nun auch schon von der zweiten Fluggesellschaft öffentlich abgelehnt. Wie zuvor die deutsche Lufthansa, weist nun die US-amerikanische Delta Airlines darauf hin, dass das Telefonieren per eigenem Handy an Bord bei ihnen nicht erlaubt werden soll. Dies bestätigte das Unternehmen gegenüber dem Wallstreet Journal.

Der Geschäftsführer der Airline erklärte laut dem Bericht in einer Mitteilung an die Mitarbeiter, dass eine Kundenumfrage und direktes Feedback von Fluggästen den Schluss nahe legen, dass Fluggäste das Telefonieren an Bord als "Störung des Flugerlebnisses" einstufen. Mitarbeiter, insbesondere das Bordpersonal, hatten bereits Ähnliches angemerkt.

Die FCC hatte im November erklärt, dass das seit 1991 bestehende Verbot zur Handynutzung im Flugzeug aufgehoben werden soll. Auch die Regeln für die Internetnutzung sollen überarbeitet werden. Die europäische Agentur für Flugsicherheit hatte bereits kürzlich neue Regeln für die Benutzung elektronischer Geräte in Flugzeugen aufgestellt. Demnach dürfen Smartphones, E-Reader oder Notebooks auch während des Starts und der Landung benutzt werden. Allerdings dürfen sie nicht senden oder empfangen.

Die Lufthansa will zwar das Handyverbot umsetzen, stattet ihre Langstreckenflotte aber gleichzeitig mit Mobilfunktechnik aus. Passagiere könnten so trotzdem SMS und MMS absetzen und den Internetzugang nutzen. Lufthansa Produktchef Reinhold Huber erklärte: "Wer unbedingt telefonieren möchte, kann dies per fest installiertem Satellitentelefon tun". (kbe)