Hongkongs LTE-Nutzer können nicht benötigtes Datenguthaben verkaufen
Mal eine neue Tarif-Idee im Mobilfunk: Wer in Hongkong sein LTE-Datenvolumen nicht verbraucht, kann es an andere Nutzer verkaufen. Große Geschäfte lassen sich damit allerdings nicht machen.
Mal eine neue Tarif-Idee im Mobilfunk: Hongkonger Kunden von China Mobile können nun mit ihrem Datenguthaben handeln. Dies berichten gleichlautend verschiedene asiatische Medien. Der Netzbetreiber hat eine Onlinebörse eingerichtet, über die Nutzer der LTE-Tarifmodelle nicht benötigtes Datenguthaben anbieten können. Umgekehrt ist es auf dem gleichen Weg möglich, zusätzliches Datenvolumen von anderen Kunden zu erwerben. Nach wie vor verfällt das Volumen am Monatsende.
Ein großes Geschäft lässt sich damit allerdings nicht machen. Gehandelt wird nur in Ein-Gigabyte-Blöcken. Ein GByte muss mindestens 15 und darf maximal 60 Hongkong-Dollar kosten (1,42 bis 5,66 Euro). Zudem verrechnet der Netzbetreiber ab Ende März den Verkäufern eine Handelsgebühr von 15 HK$ pro Gigabyte. Alle Umsätze der Handelsbörse laufen über die jeweiligen Handyrechnungen.
Zum Vergleich: Ein Laufzeitvertrag für reine Datennutzung mit fünf GByte monatlichem Volumen kostet bei China Mobile Hong Kong aktuell 190 HK$ (17,92 Euro, SIM only). Zusätzliche Datenübertragung wird mit 30 HK$ pro GByte (2,83 Euro) veranschlagt, wobei nicht mehr als 60 GByte pro Monat übertragen werden können. Für 230 HK$ (21,70 Euro, SIM only) gibt es einen Tarif mit unlimitierten Ortsgesprächen und ebenfalls fünf GByte Datenvolumen.
China Mobile ist der größte Mobilfunk-Netzbetreiber der Welt. Die Tochterfirma in Hongkong betreibt das nach eigenen Angaben weltweit erste kommerzielle LTE-Netz, das sowohl Frequenz- als auch Zeitmutliplex (LTE FDD und TD-LTE) unterstützt. (jk)