Startabbruch fĂĽr ESA-Satellit GOCE

Der für kurz vor halb vier geplante Start des europäischen Vermessungssatelliten GOCE ist wenige Sekunden vor Zündung der Triebwerke der russischen Trägerrakete abgebrochen worden. Offenbar löste sich ein Service-Turm nicht von der Rakete.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Hätte eigentlich schon längst die Erde umrunden sollen: Der europäische Erdbeobachtungssatellit GOCE in einer ESA-Illustration

Der für kurz vor halb vier am heutigen Nachmittag geplante Start des europäischen Erdbeobachtungssatelliten GOCE ist wenige Sekunden vor Zündung der Triebwerke der russischen Trägerrakete abgebrochen worden. Laut BBC löste sich am Raketenstartplatz Plessezk rund 800 Kilometer nördlich von Moskau ein Service-Turm nicht korrekt von der Rakete, weshalb der Countdown kurz vor dem geplanten Lift-off gestoppt werden musste. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti soll am morgigen Dienstag ein neuerlicher Startversuch unternommen werden.

Der "Gravity field and steady-state Ocean Circulation Explorer" (GOCE) soll Abweichungen des Schwerefeldes der Erde in bisher nicht gekannter Genauigkeit und Auflösung ermitteln. Um diese Gravitationsunterschiede möglichst exakt messen zu können, wurde eine sehr niedrige Umlaufbahn in lediglich 250 bis 260 Kilometern Höhe gewählt, die sich mit einer Trägerrakete der leichten Klasse vom Typ Rockot erreichen lässt. Der eigentlich schon für September 2008 geplante Start musste damals wegen Problemen mit dem Leit- und Navigationssystem der Trägerrakete um ein halbes Jahr verschoben werden. (pmz)