Newskrümel aus Übersee: Von mächtigen Erpeln und mauer Ethik
Eine neue Woche ist angebrochen. Da ist es an der Zeit, nachzuschauen, was seit den jüngsten Newskrümeln links und rechts des Nachrichtenstroms liegen geblieben ist.
Eine neue Woche ist angebrochen. Da ist es an der Zeit, nachzuschauen, was seit den jüngsten Newskrümeln links und rechts des Nachrichtenstroms liegen geblieben ist.
Weihnachten für Fans von Star Wars kommt erst 2015. Ab dann will Disney jährlich einen neuen Star-Wars-Film herausbringen. Lucasfilm soll so wie Marvel ausgeschlachtet werden. Neben den Sagakapiteln VII bis IX gehören dazu Filme über einzelne Protagonisten, vielleicht spezielle Netflix-Streifen, Comics und eine Lawine an Merchandise-Artikeln. Über die Zeichentrickserie Star Wars Rebels wollen wir lieber einen dicken Schneemantel des Schweigens breiten.
Wenn Schweigen im Parlament keine Option ist, wird flugs die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Das haben die konservativen Abgeordneten in Kanadas Unterhaus erzwungen, als Vertuschungsvorwürfe gegen den konservativen Premierminister erörtert wurden. Der Treppenwitz: Schauplatz der Episode war der Ausschuss für Zugang zu Information, Privatsphäre und Ethik.
Ein geringes Ethik-Niveau wird auch ehemaligen Machthabern in Pakistan vorgeworfen. Bestechung soll sie dazu bewogen haben, ein Monopol für die Zuführung internationaler Telefonverbindungen zu schaffen. Eine Preisexplosion und ein deutlicher Umsatzrückgang waren die Folge. Pakistanische Medien hatten kaum berichtet; Hauptprofiteur PTCL wird nachgesagt, mit dem Entzug von Werbeschaltungen gedroht zu haben.
13.940 URL müssen pakistanische Internet-Provider laut Regierungsangaben blockieren. Dazu kommen noch inhaltsorientierte Filter. So sollen "anrüchige" Inhalte blockiert werden, religiöse Irrlehren etwa. Alles im Dienst der "nationalen Sicherheit und gemeinschaftlichen Harmonie".
Pakistans Erzfeind Indien hat grünes Licht für die Übernahme von Nokias Handygeschäft durch Microsoft gegeben. Die Steuerbehörde hatte unter dem Vorwurf jahrelanger Steuerhinterziehung Nokias Eigentum in Indien beschlagnahmt. Um dessen Verkauf an Microsoft zu ermöglichen, haben die Finnen nun umgerechnet 266 Millionen Euro hinterlegt. Sollte Nokia den Steuerstreit verlieren, drohen Milliardenzahlungen.
Strafen drohen auch in Kamerun, nämlich wenn man ohne Genehmigung Glasfaser verlegt. Da könnte ja jeder kommen und Geld investieren!
Ums Geld geht es auch in einem Streit über Netzneutralität in Simbabwe: Mobilfunker Econet bietet mobile Finanzdienstleistungen an und verweigert Banken, die eigene mobile Zahlungsdienste einführen möchten, den Zugang zu dem Mobilfunknetz. Die Banken revanchieren sich und verweigern Econet den Zugang zu ihren Geldautomaten.
Aus gegebenem Anlass darf es diesmal ein Weihnachtslied sein:
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(anw)