Web 2.0 fĂĽr gesellschaftliches Engagement

Mit einem vom Bundesfamilienministerium geförderten Web-2.0-Portal sollen sich gesellschaftliche Akteure vernetzen können und interessierten Bürgern die verschiedenen Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement aufzeigen.

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Von
  • Christiane Schulzki-Haddouti

Seit kurzem ist das bundesweite Internet-Portal für gesellschaftliches Engagement "Engagiert in Deutschland" in einer Alphaversion online. Gefördert wird die neue Plattform vom Bundesfamilienministerium, das sich seit Jahren um das Thema Ehrenamt kümmert. Bis Oktober will das Portal Organisationen, Kommunen und Unternehmen für eine Kooperation gewinnen und miteinander über Web-2.0-Tools vernetzen. Dann soll die Plattform in einer Beta-Version freigeschaltet werden. Betrieben wird das neue Portal vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, einem Zusammenschluss von Akteuren aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Über den Förderzeitraum von drei Jahren soll die Plattform zahlreiche bestehende Initiativen vernetzen und Nutzern einen umfassenden Überblick über die vorhandenen Mitwirkungsmöglichkeiten geben. "Ausgerechnet der zivilgesellschaftliche Sektor nutzt die Vernetzungschancen der digitalen Welt und deren Social Software noch kaum", sagt Kathrin Kummerow, die den redaktionellen Teil der Plattform verantwortet. Die Internetaffinität sei in gemeinnützigen Organisationen immer noch gering ausgeprägt. Die Websites würden sich meist als "isolierte Insellösungen im Netz verlieren".

So sollen etwa Daten auf örtlicher Ebene über kommunale "Engagement-Plattformen" ausgetauscht werden, die in das Internet-Angebot von 2000 Kommunen eingebaut werden sollen. Hier sollen Vereine und Einrichtungen ihre Angebote für Freiwillige eintragen. Dabei will die Plattform in Zusammenarbeit mit dem ebenfalls noch im Aufbau begriffenen Portal "Engagierte Kommunen" auch Einzelnen und Organisationen in den nächsten zwei Monaten die Möglichkeit geben, über Feeds, Buttons oder Widgets einzelne Dienste in ihre eigene Website zu integrieren, etwa über einen Geld- und Zeit-Spendebutton oder einen Nachrichtenfeed. Freiwilligenagenturen können solche Dienste bereits jetzt über Anfrage über die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen oder das Bürgernetz organisieren.

Geldspenden werden weiterhin über das bereits eingeführte und ebenfalls vom Bundesfamilienministerium unterstützte Spendenportal förderungswürdigen Projekten und Initiativen zugeführt. Hierbei ist eine Zusammenarbeit mit privaten Kooperationspartnern wie Helpedia und Elargio geplant. Flankiert wird "Engagiert in Deutschland" vom ebenfalls neu an den Start gegangenen Dienst Wegweiser Freiwilligendienste. Geplant ist auch eine Projekt-Datenbank über das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen sowie ein Dialogangebot für die Nutzer zum Thema "Corporate Citizenship". (Christiane Schulzki-Haddouti) / (vbr)