76.000 E-Mail-Accounts der Stadt Boston wandern von Microsoft zu Google
Die US-amerikanische Stadt hat ihren voriges Jahr verkündeten Plan umgesetzt, Accounts von Bediensteten der Stadtverwaltung, der Polizei und öffentlichen Bildungseinrichtungen von Exchange zu Google Apps zu migrieren.
Die US-amerikanische Stadt Boston hat den Wechsel der E-Mail-Accounts von Angestellten der Stadtverwaltung, der Polizei und von öffentlichen Bildungseinrichtungen weg von Microsoft Exchange hin zu Google Apps abgeschlossen. Damit hat die Stadt den im Mai vorigen Jahres verkündeten Plan umgesetzt, wie Bostons IT-Beauftragter Bill Oates im Google-Weblog verkündet.
Die Kosten für den Wechsel führt Oates nicht auf. Im Mai war von 800.000 US-Dollar die Rede. Allerdings rechnet die Stadtverwaltung mit einer jährlichen Ersparnis von 280.000 Dollar durch den Wegfall von Microsoft-Lizenzen.
Ein Ausschuss, der sich aus IT-Experten der Stadt sowie Abgesandten der Polizei und der öffentlichen Schulen zusammensetzte, hat laut Oates zehn verschiedene Möglichkeiten auf ihre Kosten und technische Ausstattung geprüft, darunter auch die Cloud-Angebote von Microsoft und Google. Er habe sich einstimmig für Google Apps entschieden. Für die Polizei sei beispielsweise wichtig gewesen, dass Gmail eine 99,9 prozentige Ausfallsicherheit garantiere.
Mit der Entscheidung für die Umstellung liegen die Bostoner im Trend. Die Liste derjenigen, die von Exchange zu Google wechseln, reicht vom US-Innenministerium über die Stadt Los Angeles, den Staat Colorado und die Schulen von Chicago bis zur Eliteuniversität Princeton. Nach Angaben von Google nutzen mittlerweile 5 Millionen Unternehmen und öffentliche Institutionen das speziell für sie gedachte Angebot Google Apps for Business und Google Apps for Government. (anw)