Seagate bĂĽndelt Servicesparten in neuer Tochtergesellschaft i365
Der Festplattenhersteller fasst die Geschäftsbereiche EVault, MetaLINCS und die Seagate Recovery Services in einem neuen Tochterunternehmen zusammen, das unter dem Namen "i365 - A Seagate Company" firmieren soll.
Der Festplattenhersteller Seagate fasst die Geschäftsbereiche EVault, MetaLINCS und die Seagate Recovery Services in einem neuen Tochterunternehmen zusammen, das unter dem Namen i365 – A Seagate Company firmieren soll. Die Firmenbezeichnung ist Programm: Während das "i" auf das Credo des neuen Unternehmens verweist, Kunden "Schutz, Kontrolle und Verwaltung für ihre geschäftskritischen Informationen zur Verfügung zu stellen", unterstreicht die "365" den Anspruch, diese Leistungen auch rund um die Uhr das ganze Jahr über zu garantieren.
Um sich unabhängiger vom reinen Hardware-Geschäft mit Festplatten aufzustellen, hatte Seagate in den vergangenen Jahren eine Reihe von Unternehmen übernommen, die auf Storage Services spezialisiert sind. Aus ActionFront beispielsweise gingen die Seagate Recovery Services hervor, die im Kundenauftrag Daten von korrupten Festplatten oder Bändern wiederherstellen. Mit dem Kauf von EVault zum Jahreswechsel 2006/2007 stieg Seagate in den Markt für Online-Backup-, -Recovery- und Archivierungsdienste ein, die nach dem SaaS-Modell angeboten werden. Zuletzt hatte der Hersteller noch MetaLINCS übernommen, einen Anbieter sogenannter E-Discovery-Services, mit denen sich automatisiert Dokumente, E-Mails und andere Daten analysieren und strukturiert präsentieren lassen.
Von der Bündelung der verschiedenen Dienste unter einem einheitlichen Markenauftritt erhofft sich Seagate einen effizienteren Vertrieb der Services, für die Marktforscher wie IDC großes Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren prognostizieren. Allein die Umsätze mit Online-Backup sollen bis 2011 auf weltweit über 715 Millionen US-Dollar steigen. Wie der Mutterkonzern Seagate Technology wird auch i365 auf die enge Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern vertrauen. Derzeit trägt der Fachhandel gut die Hälfte der Umsätze der Service-Sparte bei – den Anteil will das Unternehmen jedoch zügig ausbauen, kündigte Carolyn Crandall, verantwortlich für das weltweite Marketing bei i365, gegenüber US-Medien an. (map)