Computergeneration: kompetent, aber wenig computerbegeistert

Jugendliche befassen sich einer Studie zufolge weit weniger mit Computern und dem Internet, als es die landläufige Meinung nahelegt.

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Von
  • Christian Rabanus

Jugendliche befassen sich offenbar weit weniger mit Computern und dem Internet, als es die landläufige Meinung über die Generation der "Computerkids" nahelegt. Die Illustrierte "Stern" ließ 807 Jugendliche zwischen 12 und 13 und zwischen 17 und 18 Jahren befragen. Von den Älteren besitzen laut dieser Untersuchung 43% einen PC und 16% verfügen über einen eigenen Internet-Zugang. In der Gruppe der Jüngeren nutzen immerhin 34% einen eigenen Rechner und 7% einen eigenen Zugang zum Internet, so die Studie.

Auch die tägliche Nutzungsdauer des Computers ist danach bei Jugendlichen kürzer als allgemein angenommen: In der Gruppe der Älteren gaben 41% der Befragten an, den Rechner bis zu einer halben Stunde pro Tag zu nutzen, 9% genehmigen sich bis zu drei Stunden. Bei den Jüngeren sitzen 50% bis zu einer halben Stunde täglich vor dem PC, nur 8% bis zu drei Stunden.

Heiner Schäfer vom Deutschen Jugendinstitut zufolge zeigen die Umfrageergebnisse, dass Computer und Internet immer mehr die Aura des Geheimnisvollen verlieren und für die Jugendlichen mittlerweile zu den gewöhnlichen Dingen des Alltags gehören. Er sieht die Studie als Bestätigung dafür, dass die meisten Jugendlichen souverän mit den modernen Techniken umgehen: "Die Dramatisierung der Online-Welt kommt aus der Sichtweise einer Generation, die alle Neuerungen für gefährlich und alles, was früher war, für besser hält." Tatsächlich würden sich nur wenige Jugendliche in eine von Computer und Fernsehen bestimmte Ersatzwelt flüchten, so Schäfer. (chr)