Breitbandausbau: BREKO-Verband will Rahmenbedingungen diskutieren

Die neue Bundesregierung identifiziert den flächendeckenden Breitbandausbau als eine der Schlüsselaufgaben. Der Verband will die Rahmenbedingungen anlässlich eines Treffens diskutieren -- und liefert schon mit der Wortwahl der Einladung Diskussionsstoff.

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Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) lädt zur Diskussion über den Breitbandausbau in Deutschland ein. In der Einladung zum Treffen bekräftigt der BREKO, auch weiterhin zu Investitionen bereit zu sein.

Einer aktuellen Studie zufolge wollen die alternativen Netzbetreiber bis 2018 über 9 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau investieren. Das wäre ein erheblicher Beitrag zum Erreichen der Breitbandziele der Bundesregierung. Doch dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen, fordert der BREKO. Ob sie denn stimmen, darüber will der Verband am 11. Februar in Berlin mit Vertretern aus Politik und der TK-Branche diskutieren (hier geht es zum Anmeldungsformular).

Dem Einladungsschreiben nach scheint der Verband allein die Glasfaser als Mittel für den Breitbandausbau zu sehen. Laut eigenen Angaben investieren die vom BREKO vertretenen über 165 Mitgliedsunternehmen jährlich rund 1,5 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau in Stadt und Land. Die ebenfalls von etlichen im BREKO vertretenen Netzbetreibern angebotenen DSL-Anschlüsse finden keine Erwähnung. Womöglich schlägt sich in dem kleinen Unterlassungsdetail schon die Auswirkung des Vectoring-Ausbaus nieder, den der größte deutsche Netzbetreiber Deutsche Telekom vorantreibt: Für die Kleinen könnten nur nicht mehr nennenswerte Krümel vom DSL-Kuchen übrig bleiben.

Update 13.01.2014: Der BREKO bemerkt ergänzend, "nicht ausschließlich auf FTTB/FTTH zu setzen (Fiber to the Building/Home), sondern auch auf FTTC (Fiber to the Curbe), was Zugänge per VDSL, VDSL-Vectoring und ADSL einschließt. Richtig bleibt natürlich: Die Glasfaser ist die Zukunftstechnologie – und an einem flächendeckenden Glasfaserausbau führt kein Weg vorbei." (dz)