Starker Euro bremst SAP-Wachstum
Der starke Euro hat SAP im vergangenen Jahr ausgebremst. Trotzdem schaffte der Softwarekonzern seine Zielmarken. Das Geschäft mit Mietsoftware wird dabei immer wichtiger.
Starke Währungseffekte haben das Wachstum des Softwarekonzerns SAP im vergangenen Jahr gebremst. Der Gesamtumsatz stieg nach vorläufigen Zahlen um vier Prozent auf 16,81 Milliarden Euro. Die Verluste durch den starken Euro herausgerechnet, fiel das Wachstum weitaus deutlicher aus.
SAP hatte in diesem Jahr auch unter der Konjunkturschwäche in China und Asien gelitten und im Sommer seine Umsatzprognose gesenkt. Nun schaffte der Softwarekonzern seine Wachstumsziele.
Die um Währungsschwankungen bereinigten Produktumsätze mit Softwarelizenzen und Mietsoftware stiegen um 11 Prozent, geplant war ein Plus von mindestens 10 Prozent. Die Echtzeit-Datenbank Hana entwickelte sich wie erwartet. In seinem derzeit wichtigsten Wachstumsbereich mit Mietsoftware knackte SAP die selbst gesetzte Zielmarke von 750 Millionen Euro Jahresumsatz.
Erwartungen nicht erfĂĽllt
Die Aktien des Softwarekonzerns drehten nach der Ankündigung ins Minus. Die Erwartungen am Markt für die superschnelle Datenbank Hana seien nicht ganz erfüllt worden, hieß es an der Börse.
SAP habe das Cloud-Geschäft allerdings weiter ausgebaut, sagte Finanzvorstand Werner Brandt. Die Walldorfer setzen zunehmend auf die neue Vertriebsform für Software, obwohl das herkömmliche Geschäft mit Softwarelizenzen und damit verbundenen Wartungsgebühren nach wie vor einen weitaus größeren Umsatzanteil ausmacht. Das Kerngeschäft wachse weiterhin, betonten die SAP-Chefs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe.
"Gleichzeitig waren wir im operativen Geschäft sehr diszipliniert und haben damit unser Ziel für das Betriebsergebnis für 2013 erreicht", sagte Brandt. Der operative Gewinn legte um zehn Prozent auf 4,47 Milliarden Euro zu. Endgültige Zahlen sowie seine Prognose für das Jahr 2014 will der Softwarekonzern am 21. Januar auf der Bilanzpressekonferenz veröffentlichen. (anw)