Widerstand gegen Call-Center-Schließungen der Telekom
Die betroffenen Kommunen, der deutsche Städtetag und die SPD-Bundestagsfraktion machen Druck gegen die geplanten Schließungen.
Gegen die Pläne der Telekom, 39 ihrer 63 Call- Center zu schließen, formiert sich Widerstand aus den betroffenen Kommunen. Die Bürgermeister der 26 Standorte haben Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in einem Brief aufgefordert, den Einfluss des Bundes beim früheren Staatskonzern geltend zu machen und auf eine Rücknahme des Beschlusses zu dringen. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung.
Der Deutsche Städtetag will sich dem Bericht zufolge ebenfalls einschalten. Dessen Präsidium hat nach Informationen der Zeitung beschlossen, sich in den nächsten Tagen mit einem Schreiben an Steinbrück zu wenden. Die SPD-Bundestagsfraktion macht unterdessen mit einer Resolution öffentlich Druck. Die Parlamentarier fordern den Telekom-Vorstand auf, das Call-Center-Konzept nicht über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg umzusetzen, sondern zwischen wirtschaftlichen Aspekten und den Interessen der Beschäftigten einen gerechten Ausgleich zu schaffen. Insgesamt sind 8000 Beschäftigten in den Callcentern der Telekom von der Schließung betroffen. (jo)