Iridium soll kräftige Finanzspritze erhalten
Der Satelliten-Mobilfunk-Anbieter Iridium will durch einen Zusammenschluss mit der GHL Acquisition Corp. das nötige Geld für einen Ausbau seines Angebots erhalten.
Der Satelliten-Mobilfunk-Anbieter Iridium hat in der vergangenen Woche den Zusammenschluss mit der GHL Acquisition Corp. bekannt gegeben. Die Vereinigung soll das in Bethesda im US-amerikanischen Maryland ansässige Unternehmen nicht nur schuldenfrei machen, sondern auch das nötige Geld in die Kassen bringen, um die Infrastruktur für seine bisherigen und zukünftigen Dienste zu erneuern.
Der für das Frühjahr 2009 geplante Vollzug der Vereinbarung mit der GHL Acquisition, die von der Investmentbank Greenhill & Co. eigens für die "Akquise eines viel versprechenden Unternehmenspartners" gegründet worden war, muss unter anderem noch von der US-Regulierungsbehörde genehmigt werden. Das neue Unternehmen Iridium Communications Inc., das dann zu 55 Prozent den Aktionären der GHL Acquisition gehören wird, soll eine Notierung bei der Nasdaq beantragen.
Nach einer wechselvollen Geschichte hat der laut eigenen Angaben mit einer Abdeckung einschließlich der Ozeane, Luftverkehrslinien und Polargebiete einzige wirklich weltweite Anbieter für mobile Sprach- und Datendienste inzwischen 305.000 Nutzer. Mit dem durch den Zusammenschluss erhaltenen zusätzlichen Geld soll Iridium Communications sein in die Jahre gekommenes Netz aus 66 Satelliten umbauen und seine Fähigkeiten erweitern. Dieses als Iridium NEXT angekündigte Projekt soll mit Hilfe von Lockheed Martin and Thales Alenia Space Mitte 2009 abgeschlossen sein. Zusätzlich zu einer noch nicht detaillierter erläuterten Erweiterung der bisherigen Dienste soll Iridium NEXT dann auch als Plattform für Anwendungen wie Erdabtastung, Erdbeobachtung und die Steuerung von Betriebsabläufen dienen können. (anm)