Visitenkarte steuert Flammenwerfer

Eine Visitenkarte kann so viel mehr als nur Kontaktdaten oder Job-Position verraten. Beispielsweise eignet sie sich auch als Magnetventil-Steuerung fĂĽr einen Flammenwerfer.

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Von
  • Olaf Göllner

(Bild: Die bestückte Visitenkarten-Platine steuert Magnetventile, etwa für Flammenwerfer.)

Als private Visitenkarte nutzt Seth Hardy abgerundete Platinen. Sind diese mit den notwendigen Bauteilen versehen, lassen sie sich als 3-Wege-Magnetventil-Funksteuerung verwenden. So verbindet er seine beiden Leidenschaften miteinander: Elektro- und Pyrotechnik. Seine Platinen haben die gleichen Maße wie gewöhnliche Visitenkarten. Eine Platine besteht aus 0,8 Millimeter dickem FR4-Material. Darauf befindet sich die notwendige Elektronik für die Steuerung und drei separate Magnetventil-Schalter. Als Demonstration lässt Hardy Flammen aus den Augen eines Metall-Katzenschädels schiessen. Die komplette Schaltung, samt Platinenlayout und Software findet sich quelloffen auf seinem GitHub-Repository.

Die Visitenkarte verrät Hardys große Leidenschaften: Feuer und Elektronik.

Die Karte besitzt zwei getrennte Stromeingänge, einen für das Steuersystem und eine für den Magnetschalter. Beide Schaltungen sind über Optokoppler vom Typ 4N35 voneinander getrennt. Für die Steuerung eignet sich wahlweise ein 3,7 Volt LiPo-Akku oder aber drei handelsübliche Batterien aus der Fernbedienung. Die Magnetventile verlangen dann 12 Volt aufwärts und schalten über MOSFETs (IRF510). Jeder Kanal verfügt zudem über eine separate LED-Anzeige. Die drahtlose Kommunikation übernimmt ein XBee-Funkmodul, diese lässt sich über einen Arduino-Sketch und auch ein Python-Skript ansteuern. (ogo)