Hohes Gebot sichert Orange Austria 900-MHz-Frequenzen

Mit einem vergleichsweise hohen Gebot von gut einer halben Million Euro konnte sich der TK-Anbieter bei der Versteigerung gegen die Konkurrenten T-Mobile Austria und Barablu Mobile Austria durchsetzen.

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Orange Austria (vormals One) hat mit einem vergleichsweise hohen Gebot von gut einer halben Million Euro Frequenznutzungsrechte für 2 x 0,8 MHz in den Bereichen 914 bis 915 MHz und 959 bis 960 MHz ersteigert, teilte die österreichische Regulierungsbehörde Telekom Control Kommission (TKK) mit. An dem Verfahren für die Vergabe der letzten GSM-Frequenzen hatten sich neben Orange auch T-Mobile Austria und die noch nicht am österreichischen Markt aktive Barablu Mobile Austria beteiligt. Alle drei mussten jeweils ein einzelnes, bindendes Gebot abgeben.

Während Orange Austria 501.500 Euro zahlen wird, sollen die anderen beiden Teilnehmer unbestätigten Informationen zufolge jeweils weniger als 200.000 Euro geboten haben. Auch im Vergleich zur letzten Vergabe von österreichischen 900-MHz-Frequenzen hat Orange tief in die Tasche gegriffen. Im Oktober 2004 hatte One ein 2 x 3 MHz Paket zum Rufpreis von 251.000 Euro bekommen. Pro MHz gerechnet bezahlt Orange diesmal das Achtfache, obwohl die Nutzungsdauer um etwa vier Jahre kürzer ist. Das Unternehmen darf die alten wie die neuen Frequenzen nämlich nur bis Ende 2017 nutzen.

Orange-Technikchef Elmar Grasser verlieh gegenüber heise online seiner Freude darüber Ausdruck, dass mit den neuen Frequenzen die "Wettbewerbsverzerrung" gegenüber dem Mitbewerb, der über umfangreichere 900-MHz-Frequenznutzungsrechte verfügt, kleiner werde. Orange werde die neuen Frequenzen zu "schnellen Verbesserungen im 2G-Bereich" nutzen. "GSM wird noch eine Zeit lang leben", sagte Grasser. Vereinzelt würden die Frequenzen noch 2008 eingesetzt, der eigentliche Rollout ist aber für Anfang kommenden Jahres geplant. Ziel ist es, die Versorgung ländlicher Gebiete und die Netzabdeckung in Innenräumen zu verbessern. Dazu würden sowohl bestehende Senderstandorte genutzt als auch neue errichtet. (Daniel AJ Sokolov) / (map)