Richard Branson will Weltraumtourismus "vergrĂĽnen"
An den Fluggeräten von Virgin Galactic, mit denen Weltraumtouristen ab 2010 ins All fliegen sollen, werden Messgeräte zur Klimaforschung angebracht. Die Daten wertet die National Oceanic and Atmospheric Administration aus.
- Florian Rötzer
Der britische Unternehmer Richard Branson will zahlungskräftigen Menschen mit Virgin Galactic ab 2010 die Möglichkeit bieten, für wenige Minuten in einer Höhe von bis zu 110 Kilometern die Schwerelosigkeit erleben zu können. Um das Unternehmen, das mit seinen zahlreichen Starts der Raumfahrzeuge die Atmosphäre belasten wird, in Zeiten der Klimaerwärmung besser zu legitimieren, hat Branson mit der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) eine Vereinbarung erreichen können.
Die NOAA wird an den Trägerflugzeugen und Raumfähren Messgeräte anbringen, um mit diesen Daten für die Klimaforschung aus größerer Höhe, als dies bislang möglich war, zu gewinnen. Bislang habe man mit Ballons nur eine Höhe von rund 8 Kilometern erreichen können. Vor dem ersten Start mit zahlenden Touristen müssen aber erst einmal an die 200 Testflüge absolviert werden, für die Virgin Galactic aufgrund der Bestimmungen der US-Flugbehörde FAA kein Geld verlangen darf. Mit ersten Testflügen soll noch in diesem Jahr begonnen werden, Messgeräte sollen ab Februar angebracht werden. Virgin Galactic wird der NOAA den Service erst einmal kostenlos anbieten. (fr)