HP experimentiert mit berührungsloser Gesten-Erkennung

Was kommt nach Touch-Displays? Berührungslose Gesten-Erkennung – das kann sich zumindest Phil McKinney von HP vorstellen. Besonders für den Umgang mit dreidimensionalen Objekten eignet sich die Technik.

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HP setzt weiter auf Alternativen zu Tastatur und Maus: Nachdem das US-amerikanische Unternehmen bereits die zweite Generation ihrer TouchSmart-All-in-one-PCs verkauft und seit Ende letzten Jahres auch Tablet-Notebooks mit der Multitouch-Technik im Produktkatalog hat, könnte der nächste Schritt die berührungslose „Touch“-Technik mit Gesten sein. Das deutete Phil McKinney, Chief Technology Officer von HPs Systems-Gruppe, bei einem Pressegespräch in Los Angeles an.

Er stellte allerdings klar: „Touch ist nicht die Zauberformel.“ So gäbe es immer auch Bereiche, in denen die klassischen Eingabemethoden klar im Vorteil seien. Was für ihn aber klar für Touch spräche, sei die Einfachheit: „Menschen, die nicht so computer-affin sind, fühlen sich von einer Tastatur eingeschüchtert“, hat McKinney beobachtet. So fänden sich viele Tasten, bei denen viele Leute gar nicht wissen, wozu diese eigentlich gut sind, zum Beispiel „Rollen“. Computer mit Touch-Display dagegen seien selbsterklärend. „Wer mit einem Geldautomaten umgehen kann, kann auch mit einem Touch-PC umgehen“, so McKinney.

Was im zweidimensionalen Raum mit Touch-Displays schon jetzt gut funktioniert, sei bei 3D-Ansichten, beispielsweise im CAD/CAM-Bereich, noch schwierig. Daher arbeite man in den HP-Laboren an berührungslosen „Touch“-Lösungen, die auf Gesten reagieren. Hier besteht allerdings das Problem, dass Gesten in verschiedenen Kulturkreisen verschiedene Dinge bedeuten. Vielversprechend sei laut McKinney auch der Ansatz, Gesten- mit Sprachsteuerung zu kombinieren. Aber all das brauche noch Zeit. McKinney ist dennoch optimistisch: „In vier bis fünf Jahren gibt es wahrscheinlich erste Geräte mit wirklichen kognitiven Fähigkeiten.“ (jkj)