Freescale sucht Käufer oder Partner für sein Mobilfunk-Geschäft
Konzern-Chef Rich Beyer, der Michel Mayer im Februar als CEO abgelöst hatte, will sich künftig vor allem auf die Produktion von Chips für die Automobilindustrie und Netzwerkprozessoren konzentrieren.
Der texanische Chiphersteller Freescale, der zuletzt bei einem Quartalsumsatz von 1,47 Milliarden US-Dollar einen Nettoverlust von 184 Millionen Dollar erwirtschaftete, sucht einen Käufer für das Geschäft mit Chips für die Mobilfunkindustrie. Möglich sei aber auch eine Kooperation mit einem Wettbewerber, erklärte Firmenchef Rich Beyer. Das Mobilfunkgeschäft trägt mit etwa 20 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei, das aus der Ausgliederung des Halbleiterbereichs von Motorola im Juli 2004 entstand. Seit Ende 2006 gehört Freescale einem Investorenkonsortium unter Führung der Blackstone-Gruppe.
Beyer, der Michel Mayer im Februar als CEO abgelöst hatte, will sich künftig vor allem auf die Produktion von Chips für die Automobilindustrie und Netzwerkprozessoren konzentrieren. Das Mobilfunkgeschäft litt zuletzt insbesondere durch den Einbruch Motorolas auf dem Handy-Markt. Weltweit sackte Motorolas Marktanteil von einst mehr als 20 Prozent auf unter 10 Prozent ab. Im vergangenen Jahr zeichneten Geschäfte mit Motorola für 94 Prozent des Umsatzes im Mobilfunkgeschäft und für 24 Prozent der Gesamtumsatzes von Freescale verantwortlich. Anfang des Jahres kündigte Motorola an, verstärkt beim Freescale-Konkurrenten Qualcomm einkaufen zu wollen. (pmz)