Mit Virtualisierung gegen Gerätegewimmel
Gegen den Trend zum Bring your own device (BYOD) in Unternehemn setzen Firmen wie die Deutsche Telekom und Trend Micro auf Virtualisierung. Die Telekom arbeitet bei "BĂĽro to Go" mit Windows, Trend Micro bei der "Safe Mobile Workforce" mit Android.
Die Deutsche Telekom hat auf der CeBIT-Preview in Hamburg ihr neues Produkt Managed Workplace vorgestellt, das mit dem Slogan "Büro to Go" vermarktet wird. Unternehmen kaufen dabei die Software für die Arbeitsplätze der Mitarbeiter aus einer deutschen Cloud der Telekom. Alle Endgeräte – ob Laptop, Tablet, Smartphone oder PC – werden dabei mit Windows versorgt. Dann können zubuchbare Office-Anwendungen auf einem iPad aufgerufen werden. Trend Micro wiederum demonstrierte das Konzept der Safe Mobile Workforce. Dabei liefert ein Safe Mobile Server basierend auf VMware Sphere ESX/ESXi ein virtualisiertes Android aus, das den rollenbasierten Zugriff auf bestimmte Firmendaten zulässt.
Bring your own device
(Bild:Â T-Systems)
Unternehmen reagieren oft hilflos, wenn ihre Mitarbeiter mit ihren Lieblingsgeräten, etwa dem Smartphone oder dem Tablet kommen und verlangen, dass etwa die Büro-Mail irgendwie "da drauf" installiert werden muss. Gegen diesen Trend, eigene Geräte nutzen zu wollen, gibt es verschiedene Vorkehrungen. Zwei davon wurden in Hamburg vorgestellt. Bei der Telekom können Firmen die Windows-Lieferung samt Prozessor, Arbeitsspeicher und Speicherplatz aus der Cloud buchen und Office-Anwendungen oder Sicherheitsprodukte zubuchen. Ein weiteres zubuchbares Angebot ist "Mobility for SAP", dank dem Nutzer von ihrem mobilen Endgerät ohne Middleware auf CRM- und ERP-Daten in SAP-Installationen zugreifen sollen. Über die einzelnen Angebote können sich Firmenkunden auf www.Server-Raus.de informieren.
Trend Micro setzt bei seinem Angebot auf ein zum Patent angemeldetes Verfahren des "Client-Side Renderings", das OpenGL-Graphikkommandos auf dem mobilen Gerät lokal darstellt. Das Android-Produkt soll es ermöglichen, dass jeder Benutzer auf jedem Gerät seinen Arbeitsbereich nutzen kann, während gleichzeitig die zentrale Administration die Zugriffsberechtigungen über eine Web-Konsole verwaltet.
Telefonanlage in der Cloud
Neben den Virtualisierungsangeboten kĂĽndigte die Telekom fĂĽr das zweite Quartal 2014 noch eine Cloud-basierte Telefonanlage auf Basis von Microsoft Lync in ihrem DeutschlandLAN an, die das bereits bestehende VoIP-Angebot erweitern soll. Neu ist auĂźerdem "One Number", bei dem die Nutzer ĂĽber eine Business-Nummer erreichbar sind, egal ob sie ĂĽber Festnetz- oder Mobilfunk telefonieren. Beim Telefonieren wird nur die Festnetznummer des Unternehmens angezeigt. Der Extra-Service kostet 4,95 Euro pro Monat.
Neben der Telekom stellte das Münchener StartUp Nfon seine cloudbasierte Telefonanlage vor, die 6,80 Euro pro Mitarbeiter kostet. Eine zubuchbare kleine Nfon-Box gestattet es, das Mitarbeiter ihre gewohnten Tischtelefone weiterhin benutzen können. (anw)