Wearable Power Prize: 28 Gramm weniger bringen eine halbe Million Dollar mehr
Die deutsche Smart Fuel Cell AG hat gemeinsam mit dem DuPont-Konzern den mit insgesamt 1,75 Millionen Dollar dotierten "Wearable Power Prize"-Wettbewerb des US-Verteidigungsministeriums gewonnen. 28 Gramm entschieden am Ende über Platz 1 und 2.
In Kalifornien sind am Wochenende die Gewinner des "Wearable Power Prize" bekannt gegeben worden, einem mit insgesamt 1,75 Millionen US-Dollar dotierten Wettbewerb des US-Verteidigungsministeriums. Aufgabe war die Entwicklung eines tragbaren Stromversorgungssystems für Soldaten, das maximal 4 Kilogramm schwer sein durfte und 96 Stunden lang eine elektrische Leistung von durchschnittlich mindestens 20 Watt bereitstellen musste.
Von den insgesamt 169 Teams, die sich für den Wettbewerb angemeldet hatten, schafften es am Ende lediglich sechs in die letzte Runde, einen vierstündigen Feldtest, der Aufschluss darüber geben sollte, ob die entwickelten Konstruktionen auch wirklich praxistauglich sind. Zu den Aufgaben in der Finalrunde gehörte unter anderem das Aufpumpen eines Schlauchboots per Elektropumpe.
Da gleich mehrere Systeme alle Prüfungen des Wettbewerbs bestanden, musste letztlich die Waage über Sieger und Platzierte entscheiden. Und die schlug zugunsten des Teams "DuPont/SFC Smart Fuel Cell M-25" aus: Das Gewicht von 3762,1 Gramm für die Weiterentwicklung des Brennstoffzellensystems "M-25 LW SPGS" (Land Warrior Soldier Power Generator System) konnte niemand unterbieten, was dem Team mit deutscher Beteiligung ein Preisgeld von 1 Million US-Dollar einbrachte.
Platz zwei (500.000 Dollar Preisgeld) belegte das System von Adaptive Materials Inc. (AMI), das 3790,1 Gramm auf die Waage brachte. AMI ist auf die Entwicklung von oxidkeramischen Brennstoffzellen spezialisiert und arbeitet eng mit dem US-Verteidigungsministerium zusammen. Über Platz 3 und 250.000 US-Dollar kann sich das Team "Jenny 600S" freuen, das ebenfalls mit einem Brennstoffzellen-Konzept (Gewicht: 3865 Gramm) an den Start ging. (pmz)