Picobeamer stets fokussiert dank Laserlicht

Microvisions PicoProjektor zieht einmal mehr die Blicke auf sich. Die meisten Betrachter können sich sehr schnell vorstellen, wie der Minibeamer das Handy zum Multimediagerät aufwertet.

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Der mit 840 × 480 Bildpunkten auflösende Winzbeamer von Microvision zeigt dank Laserlichtquelle stets ein klar fokussiertes Bild, eine teure Optik kann sich der Hersteller deshalb sparen. Die projizierte Darstellung ist ungemein scharf, zeigt recht ausgewogene Farben und erzielt auch in nur leicht abgedunkelter Umgebung ein ausreichend helles Bild – wenngleich die geringe Lumenzahl von 10 lm anderes suggeriert. Allerdings scheitert die abschließende Miniaturisierung noch am grünen Laserstrahl – der ist bislang anders als rot und blau nicht in kompakter Bauform zu bekommen. Mit den neuen Lasern von Corning und Osram könnte das demnächst anders werden.

Die PicoP-Projektionseinheit besteht aus der Lichtquelle (roter, grüner und blauer Laser), dem Lichtmodulator, der die drei Strahlen zusammenführt und einem winzigen Ablenkspiegel. Dieser kann horizontal und vertikal ausgelenkt werden, wobei die eine Lageänderung elektromagnetisch und die andere elektrostatisch gesteuert wird. Außerdem muss noch ein IC für die Ansteuerelektronik her, die das ankommende Bildsignal für die Auslenkung des Spiegels und die Pulsung der Laserstrahlen aufbereitet. Die gesamte Einheit ist etwa 2 cm × 3 cm klein – zumindest mit einem Zwerglaser für Grün.

Microvision will dann nicht kleckern sondern klotzen: Stückzahlen von einigen zigtausend müssen drin sein, andernfalls lohne sich die Fertigung der Kleinstbeamers nicht, räumte Microvision auf der Display Week ein. Als Zielpreis für die Projektionseinheit nannte der Hersteller etwa 100 US-Dollar. Der Preis für ein vollständiges Endgerät hängt vom Gerätehersteller ab: Microvision möchte den PicoP im Mobilgerät eines Fremdherstellers sehen, statt in einem eigenen Produkt. Zu einer Prognose, wann das erste Gerät mit eingebautem Minibeamertatsächlich erhältlich sein wird, wollte sich Microvision – wohl auch aus den Erfahrungen der letzen Jahre – nicht hinreißen lassen. (uk)