Software AG fährt 2013 weniger Umsatz und Gewinn ein
Die Software AG hat 2013 sieben Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr und kam nur auf 972,2 Millionen Euro. Auch das Ergebnis ging um 17 Prozent auf 205,5 Millionen Euro zurück. Reduzierte Erlöse beim Consulting und Währungseffekte seien der Grund.
Die Software AG hat 2013 weniger als 1 Milliarde Euro umgesetzt. Aufgrund reduzierter Erlöse im Consulting-Geschäft sank der Umsatz um sieben Prozent auf 972,7 Millionen Euro, wie das Darmstädter Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Software AG begründet dies mit dem Verkauf des SAP-Servicegeschäfts in Nordamerika und Osteuropa. 2012 lag der Umsatz von Deutschlands zweitgrößtem Softwareanbieter noch bei 1,05 Milliarden Euro. Auch Belastungen durch Währungseffekte in Höhe von 38 Millionen Euro seien außergewöhnlich hoch gewesen, hieß es. Bei stabilen Währungsentwicklungen, so gab das Unternehmen an, hätte der Gesamtumsatz die Milliardengrenze überschritten.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nahm um 17 prozent auf 205,5 (248,3) Millionen Euro ab. Hier hätten sich zusätzliche Aufwendungen für Vertrieb und Marketing in Höhe von 53 Millionen Euro sowie 7 Millionen Euro für Forschung- und Entwicklungsaktivitäten bemerkbar gemacht.
Trotz eines starken vierten Quartals konnte die Software AG nicht alle ihre Prognosen für das Gesamtjahr erreichen. In der wichtigen Geschäftsprozesse-Sparte BPE (Business Process Excellence ) wurde währungsbereinigt ein Umsatz-Plus von 15 Prozent erzielt. Angepeilt worden war eine Zunahme zwischen 16 bis 22 Prozent. Innerhalb des BPE-Bereichs verzeichneten die Big-Data-Produkte einen Anstieg auf 37 Millionen Euro und erzielten damit fast eine Verdopplung des Vorjahresumsatzes. Die Erlöse im traditionellen Geschäft mit Datenbanken ETS ( Enterprise Transaction Systems) gingen um sieben Prozent zurück. Hier war mit einem Minus zwischen vier bis neun Prozent gerechnet worden.
Ende 2013 beschäftigte der Konzern 5238 (im Vorjahr: 5419) Mitarbeiter, davon 1711 (1768) in Deutschland. Die Software AG rechnet für das Geschäftsjahr 2014 mit einem Anstieg des BPE-Umsatzes zwischen 12 und 18 Prozent. Der ETS-Umsatz soll sich um 16 bis 9 Prozent reduzieren. Das operative Ergebnis soll 2014 voraussichtlich zwischen 4 und 10 Prozent steigen. (roh)