Nachtfotografie: Lichteffekte
Bei der Nachtfotografie kann man eine Vielzahl an vorhandenen und selbst erzeugten Lichteffekten ausnutzen. In vier Workshops zeigen wir Ihnen wie es funktioniert.
- Maike Fischer
Reflexionen
In der Stadt machen sich Spiegelungen der vielfarbigen Lichter in Scheiben (S. 169 links unten), Pfützen oder Flüssen (S. 158/159) besonders gut als Element der Bildgestaltung. Wenn Wolken die farbige Lichtkulisse einer Stadt reflektieren, muss man überlegen, ob der Zug der Wolken die Bildaussage unterstützt oder sich eher ungünstig auswirkt. Das Ziehen der Wolken erscheint dem bloßen Auge niemals so, wie es die Kamera aufzeichnen kann. Bei knapperen Belichtungszeiten können große Wolkenberge durch den Kontrast zum schwarzen Himmel zum Hingucker werden. Lange Belichtungszeiten visualisieren dagegen die Bewegung der Wolken. Ziehende Wolken können ein Foto wie beim Bild rechts unten sehr surreal wirken lassen und den Betrachterblick magisch anziehen.
Durch den großen Abbildungsmaßstab der Spinne werden die bunten Großstadtlichter zu abstrakten Farbkreisen. Zum Einsatz kam ein Makroobjektiv. ISO 800, f/3.3, 105 mm, 1/20 s
Gefällt Ihnen die Wirkung des vorhandenen Lichts nicht, können Sie auch mit Hilfe von Taschenlampen Lichtmalereien in Ihre Fotos einbauen oder Bildteile partiell erhellen wie bei dem Strommast.
Lichtquellen verfremden
Sehr interessante Aufnahmen ergeben sich, wenn man die Lichtquellen selbst zum Motiv macht. So erstrahlen diese wie kleine Sterne im Bild, wenn man die Blende möglichst weit schließt. Soll genau dieser Effekt vermieden werden, muss die Blende geöffnet werden wie beim Spinnenbild rechts.
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