Evolutionssprung nach Plan: Breitband-Internet per Mobilfunk erreicht 56 MBit/s
Für die Erhöhung der Datenrate greifen die Techniker auf bewährte Verfahren wie MIMO zurück.
Kommunikationsspezialist Ericsson führt auf der vom 1. bis 3. April in Las Vegas stattfindenden Fachmesse CTIA Wireless den aktuellen Stand der Mobilfunkentwicklung vor. In einer ersten öffentlichen Demonstration gelang den Ingenieuren die Übertragung von 56 MBit/s per HSPA-Technik, einer der inzwischen zahlreichen UMTS-Erweiterungen. HSPA steht für Highspeed Packet Access und fasst eine Reihe von Protokollverbesserungen zusammen, die auf dem WCDMA-Funkverfahren fußend mehr Bits durch die Luft befördern.
Den Sprung auf 56 MBit/s beschert eine Kombination aus MIMO-Antennen-Technik (Multiple-Input-Multiple-Output) in Verbindung mit der HSPA-Multi-Carrier-Übertragung. Letzteres meint eine Erhöhung der Datenrate mittels zusätzlicher Träger, während die MIMO-Technik über mehrere Antennen mehrere räumlich getrennte Datenströme übermittelt. Das MIMO-Verfahren findet sich beispielsweise in aktuellen WLAN-Geräten.
Die neue HSPA-Ausbaustufe wird derzeit wie alle ĂĽbrigen UMTS-Spezifikationen im Normungsgremium 3GPP standardisiert und soll im Jahr 2010 im Markt eingefĂĽhrt werden. Zuvor soll Ende 2009 die vorletzte HSPA-Stufe eingefĂĽhrt werden, die nur die Multi-Carrier-Technik nutzt und so bis zu 42 MBit/s erreicht. (dz)