IT-Verband will Seriosität von Online-Partnerbörsen fördern
Nutzer von Online-Partnerbörsen sollen der Datensicherheit und der Echtheit der Profile vertrauen können. Auch sollen sie vor Abo-Fallen geschützt werden. Dafür soll ein Zertifikat des Bundesverbands Digitale Wirtschaft sorgen.
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft will mit einem neuen Kodex für mehr Transparenz und Seriosität von Online-Partnerbörsen sorgen. Mit einer Selbstverpflichtungserklärung können Anbieter künftig eine Kennzeichnung erhalten. Die Plattformen eDarling, FriendScout24 und Neu.de gehörten zu den ersten zertifizierten Online-Börsen, teilte der BVDW mit.
Nach Partnerbörsen im Netz gebe es eine enorme Nachfrage, betonte der Verband. "Seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden, wird für die Nutzer immer schwieriger." Der sogenannte S.P.I.N-Kodex – "seriöse Partnersuche im Netz" – soll nun mehr Transparenz schaffen. Er legt zum Beispiel die Gestaltung von Vertragsabschlüssen, die Verlängerung von Verträgen und die Kündigungsmodalitäten fest. So sollen zum Beispiel "Abo-Fallen" und für den Kunden nicht klar ersichtliche Vertragsverlängerungen ausgeschlossen werden. Gewährleistet werden soll auch Datensicherheit und die Echtheit der Profile. Auch sollen sich die Teilnehmer verpflichten, kriminellen und betrügerischen Missbrauch ihrer Angebote und Plattformen durch Dritte zu unterbinden.
Unternehmen, die sich dem S.P.I.N.-Kodex unterwerfen wollen, müssen ein Auditing mit zahlreichen Nachweispflichten durchlaufen. Dieses wird im Auftrag des BVDW von der Hamburger ePrivacyconsult GmbH durchgeführt und muss im Abstand von jeweils zwei Jahren erneut absolviert werden. Auch Nicht BVDW-Mitglieder können an dem Programm teilnehmen. Bei Zuwiderhandlung sieht der Kodex Vertragsstrafen vor, die bis zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro reichen können. (mit Material der dpa) / (anw)