"Bündnis für Bildung" gefordert

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Willi Lemke, will die Computerausstattung der Schulen vorantreiben.

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Von
  • Christian Persson

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Bremens Bildungssenator Willi Lemke, hat sich für ein "ein Bündnis für Bildung" ausgesprochen, um die Computerausstattung der Schulen zu verbessern. Nach den Zusagen von Telekom und AOL, den 44.000 deutschen Schulen kostenlosen Netzzugang zu ermöglichen, müsse jetzt in den Bildungseinrichtungen auch für ausreichend Computer und die passende Lernsoftware gesorgt werden. Dazu wolle er alle großen Medienanbieter an einen Tisch holen.

"Wenn wir in Deutschland genügend Computerexperten ausbilden wollen, müssen wir auch die Schulen entsprechend ausstatten", sagte Lemke heute in Bonn in einem dpa-Gespräch. Die Ausbildung der Jugend dürfe "nicht unter den Problemen der öffentlichen Haushalte in Deutschland leiden". Daher müssten kreative Modelle gefunden werden. Lemke: "Also, wie nutzen wir unsere neuen Computerräume auch am Nachmittag? Vielleicht können wir sogar Forschungseinrichtungen für Jugendliche öffnen, etwa für Experimente bei Jugend forscht." Für den Computer-Unterricht müssten auch die Lehrer ausgebildet werden. In den nächsten Wochen will Lemke neben der Telekom auch mit den Firmen AOL, Siemens und IBM sowie mit der Bertelsmann-Stiftung sprechen. Vor Ort müssten jetzt regionale Netzwerke gegründet werden, damit die versprochenen Internet-Anschlüsse realisiert würden "und die Computer-Zukunft der Schulen beginnen kann".

In Bonn beginnt heute eine zweitägige Fachtagung der Kultusministerkonferenz über die geplante internationale Schulleistungsuntersuchung PISA. (cp)