Fotografie mit Tageslicht: Überblick
Die gebräuchlichste Lichtquelle beim Fotografieren ist das Sonnenlicht. Wer ein Gespür für Licht hat, kann sich die unterschiedlichen Eigenschaften auf vielfältige Weise zu Nutze machen. Welche Aspekte Sie beachten sollten und Tipps für verschiedene Motivbereiche lesen Sie in diesem Beitrag.
- Michael Jordan
Fotografieren bedeutet nichts anderes als: "Mit Licht malen". Um ein fotografisches Bild entstehen zu lassen, ist zwingend Licht erforderlich, ohne Licht gibt es kein Foto. Wer sich mehrere Fotos nebeneinander anschaut, erkennt schnell, dass jede Aufnahme ihre eigene Lichtsituation hat. Vergleicht man ein und dasselbe Motiv, das zu ganz unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurde, etwa eine Landschaft früh morgens, in der Mittagssonne, bei bewölktem Himmel, im Winter oder im Sommer, so wird klar, welchen Einfluss das Licht auf die Wirkung des Motivs haben kann.
Malen mit Licht
Das am meisten verwendete Licht beim Fotografieren ist das vorhandene Tageslicht, das die Sonne direkt oder abgeschwächt durch eine Wolkendecke hindurch liefert. Um dieses Licht geht es in diesem Beitrag. Will ich diese Lichtquelle optimal für die Fotografie nutzen, gilt es zunächst einmal, das Licht zu analysieren, sich also die unterschiedlichen Eigenschaften wie Lichtmenge, Lichtrichtung oder Farbigkeit des gegebenen Lichts klar zu machen. Hat man erst einmal ein Gespür für das Licht entwickelt, lernt man recht schnell, welche Auswirkungen es auf ein Motiv hat und kann es bewusst für die gewünschte Bildaussage ausnutzen. Anhand einiger Fotosituationen – Architektur, Personen und Landschaft – zeigen wir, wie man das vorhandene Licht optimal nutzen kann.
Das Tageslicht ist ebenso wie eine Lampe oder ein Scheinwerfer ein Dauerlicht, das über einen gewissen Zeitraum gleichmäßig leuchtet. Je nach Wind und vorhandenen Wolken kann der Zeitraum lang oder auch recht kurz ausfallen. Bei einem Dauerlicht führt eine Verlängerung der Belichtungszeit zu einer reichlicheren Belichtung und damit zu einem helleren Bild. Ein Blitz ist im Gegensatz dazu kein Dauerlicht. Er leuchtet nur kurz auf. Bei Aufnahmen mit Blitzlicht führt eine Verlängerung der Belichtungszeit nicht zu einem helleren Bild. Das ist besonders gut in einer absolut dunklen Umgebung nachvollziehbar.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Fotografie mit Tageslicht: Überblick". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.