Texas Instruments verklagt Banken

Der Halbleiterproduzent Texas Instruments hat mehrere Banken verklagt, sie hätten irreführende Angaben gemacht, um dem Unternehmen unsichere Kapitalanlagen über eine halbe Milliarde US-Dollar zu verkaufen.

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Von
  • Peter SchĂĽler

Nach Meldung der Nachrichtenagentur Reuters beschuldigt Texas Instruments die Banken Citigroup, Morgan Stanley sowie die Bank of New York Mellon, dem Elektronikriesen Schuldverschreibungen mit Absicherung durch Studentendarlehen als wenig riskante kurzfristige Kapitalanlage empfohlen zu haben. Die Banken hätten außerdem verschwiegen, in welchem Ausmaß sie selbst den Markt für solche Wertpapiere durch Auktionen gestützt hätten.

Die inzwischen geplatzten Wertanlagen über 524 Millionen US-Dollar entsprechen etwa einem Viertel des aktuell erwarteten Quartalsumsatzes von TI. Dass das Unternehmen aus diesen Erlösen vermutlich einige Zig Millionen Dollar Verlust erwirtschaften wird, führt es auf Umstrukturierungskosten zurück. Wie weit das Abschreibungsrisiko für die genannten Kapitalanlagen schon in die Quartalsprognose von Ende Januar eingeflossen ist, erscheint fragwürdig. (hps)