Fortinet konzentriert sich auf Service Provider
Auf Seiten der Anbieter von Managed Security Services registriert der UTM-Spezialist derzeit eine wachsende Nachfrage. Neben dem kontinuierlichen Ausbau seiner europäischen Vertriebsstrukturen legt Fortinet daher den Fokus auf Lösungen für MSSPs.
Auf Seiten der sogenannten Managed Security Service Provider (MSSP) registriert der Unified Threat Management-Spezialist derzeit eine wachsende Nachfrage. "Auf nur einer einzigen Fortinet-Appliance können wir unseren Kunden verschiedene Kombinationen von Sicherheitsfunktionen als Echtzeit-Service anbieten", erklärt Laurent Jacquet, Marketing Director Enterprise Products bei Neuf Cegetel, die Vorteile der Fortinet-Lösungen aus dem Blickwinkel eines MSSP.
Mithilfe der ergänzenden Analyse- und Reporting-Werkzeuge erhalten die Anbieter zudem detaillierten Einblick in die Installations- und Managementkosten der einzelnen Services wie etwa Firewall, Anti-Virus oder VPN und können diese für ihre Kunden aufschlüsseln. Erst dadurch wird es für MSSPs möglich, mehrere Tausend Kundendomänen zentral zu verwalten und den Anwendern individuell konfigurierte Sicherheitsdienste profitabel anbieten zu können. "Obwohl es MSSPs seit mehr als zehn Jahren gibt, stellen wir erst jetzt eine gesteigerte Nachfrage nach deren Services von Unternehmen fest", ergänzt Andre Stewart, EMEA Vice President bei Fortinet.
Unterdessen konzentriert sich der UTM-Anbieter weiter auf den Ausbau seiner europäischen Vertriebsstrukturen. Der frisch gebackene deutsche Country Manager Christian Vogt will sich dabei auch auf die Neuerungen im Partnerprogramm stützen, die noch unter der Regie seines Vorgängers Maik Bockelmann in die Wege geleitet wurden. "Die Zahl unserer Vertriebspartner im Bronze-Status ist dadurch deutlich gewachsen", erläutert Vogt. Bis zum Jahresende will der Fortinet-Manager hierzulande auf insgesamt knapp 300 Reseller kommen.
Gravierende Kurskorrekturen seien vom ihm hingegen nicht zu erwarten. Vogt baut lieber auf Bewährtem auf. So soll beispielsweise die technische Unterstützung der Major Account Manager (MAM) durch Systems Engineers (SE) sichergestellt werden. Derzeit stehen den bundesweit vier MAMs drei SEs zur Seite. Vogt erwägt daher die Einstellung eines weiteren SE. Die vor gut 2 Jahren mit Algol Europe geschlossene Distributionskooperation habe Fortinet jedoch wieder aufgelöst. Das Geschäft habe sich nicht entwickelt wie ursprünglich gehofft, begründet Vogt die Entscheidung.
Während Fortinet das Fulfillment von Projekten komplett seinen Channel-Partnern überlässt, kümmert sich der Hersteller dennoch intensiv um die Betreuung und Gewinnung neuer Kunden – die sogenannten Strategic Accounts. Auf die konsequente Fortsetzung dieser Strategie legt Country Manager Vogt besonderen Wert. "Wir suchen noch einen kompetenten Vertriebsspezialisten für diese Aufgabe", erklärt er gegenüber heise resale und spielt dabei auf einen Nachfolger für den bisher von ihm selbst bekleideten Posten an. (map)