Tata und Cisco wollen Telepresence ausbauen
Kommt die Krise, bekommt das Videokonferenzieren kurzzeitig Auftrieb, um später wieder von reisenden Managern ignoriert zu werden. So war es bislang zumindest - und könnte sich dieses Mal ändern.
Kommt die Krise, bekommt das Videokonferenzieren kurzzeitig Auftrieb, um später wieder von reisenden Managern ignoriert zu werden. So war es bislang zumindest – und könnte sich dieses Mal ändern, weil ausgereifte Technik zur Verfügung steht. Die indische Tata Communications will darum in Luxushotels ein Netz von Cisco Telepresence-Systemen errichten und mit entsprechenden "Gegensprech"-Anlagen in der ganzen Welt vernetzen.
In Zusammenarbeit mit der zum Tata-Konzern gehörenden Hotelkette Taj Hotels werden dieser Tage neue Telepresence-Räume in Mumbai, Bangalore, New York, Boston und London in Betrieb genommen. Noch in diesem Jahr sollen Räume in Hyderabad und Gurgaon folgen. Im nächsten Jahr soll in Zusammenarbeit mit Cisco ein weltweit angelegtes Rollout mit 100 weiteren Räumen starten, die auf Stundenbasis gemietet werden können.
Cisco selbst hält die ausgefeilte Telepresence-Technik für einen Innovationsmotor. Vor wenigen Tagen gewann ein deutsch-russisches Team den eigens für Telepresence-Innovationen ausgeschriebenen i-Prize. Die Karlsruher Informatikerin Anna Gossen, ihr Ehemann Niels und ihr Bruder Sergey Bessonnitsyn erhielten 250.000 Dollar für die Idee, mit Telepresence ein System zum Energiesparen in Unternehmen und Haushalten zu realisieren. Neben dem Preis können die Gewinner die Option ziehen, bei Cisco einzusteigen und ihr Projekt als Business Unit weiterzuentwickeln. (Detlef Borchers) / (jk)