HTC plant angeblich Mirasol-Smartwatch
Der taiwanische Handyhersteller führt sein erstes Wearable-Gerät auf dem MWC aber wohl nur Mobilfunkprovidern vor.
HTC will auf dem Mobile World Congress (MWC) einen Prototypen seiner ersten Smartwatch präsentieren, die zugleich eines von drei geplanten Wearable-Geräte des taiwanischen Herstellers für die kommenden Monate ist. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf eine mit diesem Plan vertraute Person. Die neue Uhr soll allerdings in Barcelona nicht der breiten Öffentlichkeit, sondern lediglich Mobilfunkprovidern hinter verschlossener Tür vorgeführt werden.
(Bild:Â Qualcomm)
Laut Bloomberg "basiert" die HTC-Smartwatch auf dem Qualcomm-Modell "Toq" (ausgesprochen "Talk"), das bislang nur in den USA erhältlich ist – zu einem vergleichsweise hohen Listenpreis von rund 350 US-Dollar. Wie die Toq soll sich das HTC-Exemplar per Bluetooth an ein Smartphone koppeln (bei Toq solche mit Android-OS) und einen Musikplayer mitbringen.
Die wichtigste Gemeinsamkeit sei aber ein Display, das nach der Mirasol-Technik funktioniert – ein Feld aus mikromechanischen Metallmembranen, mit denen durch gezielte Interferenzen ein Bild erzeugt wird. Diese farbigen Mobildisplays arbeiten rein reflektiv und sind bistabil, behalten ihren Bildinhalt also auch nach Wegfall der Ansteuerspannung. Am ehesten kann man daher von einem farbigen ePaper-Display sprechen, das schnell genug ist, um darauf etwa auch Videos abzuspielen.
Das Mirasol-Displays benötigt nach Entwicklerangaben nur etwa ein Viertel der Energie herkömmlicher LCDs. Ein Nachteil der Technik ist jedoch die fehlende Hintergrundbeleuchtung; das Display der Toq wird vielmehr aus Knopfdruck von mehreren kleinen LEDs angestrahlt.
Bei HTC soll daneben bereits eine weitere Smartwatch mit AMOLED in der Mache sein, das Google Now nutzt. Schließlich arbeite das Unternehmen noch an einem Activitätstracker in Form eines Armbandes, das auch ein Touch-Display und einen integrierten MP3-Player habe. Allerdings sei zum noch nicht entschieden, ob eines der drei Wearable-Geräte auch tatsächlich in Serie produziert wird. (nij)