iPad-Tastatur aus dem Drucker

Das britische Startup Novalia zeigt eine Tastatur fürs iPad, die aus gewöhnlichem Kartonpapier besteht, das mit leitfähiger Spezialtinte bedruckt wird. Der Controller zur iPad-Anbindung ist dann aber doch ein herkömmlicher Chip.

vorlesen Druckansicht 8 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Tam Hanna

Das in Cambridge ansässige Startup Novalia zeigt in einem Youtube-Video eine ausgedruckte Tastatur fürs iPad, die keine metallischen Drähte benötigt. Sie entstehe in einem als „weltweit verfügbar“ bezeichneten Druckprozess, der gewöhnliches Kartonpapier mit leitfähiger Spezialtinte bedruckt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Produktion dürfte in einem an die Herstellung von OLEDs erinnernden Verfahren erfolgen, bei der das Papier mit einer Art Metallüberzug versehen wird, der einer vorbestimmten geometrischen Anordnung folgt. So entsteht eine Art Matrix, die von einem zweiten Papierbogen bedeckt wird, der auf der Unterseite mit einem dazu passenden Muster bedruckt ist. Wenn die beiden Blätter übereinanderliegen, führt ein Druck auf die Oberseite dazu, dass ein Kontakt auf der Unterseite geschlossen wird.

Ein von Nordic Semiconductor hergestellter Einplatinencomputer wertet diese Eingaben aus und leitet sie per Bluetooth an das iPad weiter. Ohne Batterien wiegt die Tastatur gerade mal 30 Gramm und ist außerdem extrem dünn. Die Elektronik genehmigt sich 2 mm, während die Sensoren mit 0,005 mm auskommen könnten. Nordic Semiconductor hatte die Novalia-Tastatur erstmals vorigen November angekündigt.

Langfristig denke man bei Novalia daran, die Technologie zur Massenfertigung von preiswerten Tastaturen einzusetzen. Das Anfertigen einer landesspezifischen Tastatur ist dann nur mehr eine Frage des Findens eines passenden Layouts – die Produktionshardware bleibt für alle Varianten gleich. (jow)