Sarkozy als Bankbetrugsopfer in doppelter Hinsicht

Ein privates Konto von Frankreichs Staatspräsidenten soll "geknackt" worden sein

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Von
  • Peter MĂĽhlbauer

Bei den Verhandlungen zur Einberufung einer Serie von Finanzgipfeln meinte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, es sei ein Kapitalismus entstanden, der "ein Betrug an dem Kapitalismus ist, an den wir glauben". Möglicherweise könnte diese neue Haltung nicht nur von der Finanzkrise, sondern auch vom persönlichen Schicksal des Politikers geprägt worden sein:

Gestern meldete die französische Wochenzeitung Journal du Dimanche unter Berufung auf Ermittler, dass Betrüger sich die Zugangsdaten für ein privates Bankkonto des Präsidenten verschafft und so den Präsidenten um "kleinere Summen" erleichtert hatten (s.a. Sarkozys Bankkonto wurde online geplündert).

Der Elysée-Palast bestätigte der Zeitung zufolge die Vorgänge und ergänzte, dass Anzeige erstattet worden sei, die Kriminalpolizei aber noch keine Erkenntnisse zu möglichen Tätern habe. Über Details der durch die meist mangelhaften elektronischen Sicherungssysteme von Banken ausgesprochen vielfältigen Möglichkeiten der Durchführung solch eines Betruges wurde noch nichts bekannt.

Eine gewisse Sicherheit beim Online-Banking bietet die im c't-Heft 17/2008 enthaltene Live-CD, die eine Manipulation via Festplatte ausschlieĂźt. Bei Karten muss sich der Kunde dagegen in Deutschland wie in Frankreich auf die MaĂźnahmen der Geldinstitute verlassen. (pem)