WLAN als Bluetooth-Konkurrent
Headsets, Mäuse und Handhelds sollen in Zukunft über WLAN statt Bluetooth mit Notebooks und Desktop-PCs kommunizieren. Die WPAN-Technik des US-Herstellers Ozmo soll mit wenig Energie auskommen und PC-seitig nur einen Treiber benötigen.
Der US-amerikanische Hersteller Ozmo will Handheld-Computer, Headsets und andere Peripherie mit WLAN an Rechner anbinden und die bislang hauptsächlich dafür eingesetzte Nahfunktechnik Bluetooth überflüssig machen. Das Unternehmen wurde 2004 gegründet und wird von Risikokapitalgebern wie Granite Ventures, Tallwood Venture Capital und dem Prozessor-Hersteller Intel finanziert.
Der Hersteller nennt seine Technik Wi-Fi Personal Area Network (WPAN). Nach Herstellerangaben soll sie mit nur wenig Strom auskommen und parallel zu einer klassischen WLAN-Verbindung arbeiten. Computer und Notebooks mit vorhandendem WLAN-Adapter können entsprechende Verbindungen über einen Treiber aufbauen, zusätzliche Hardware sei an dieser Stelle nicht nötig. In den Peripherie-Geräten soll sich hingegen ein eigens von Ozmo entwickelter WLAN-Chipsatz um die Verbindung zu den Notebooks und Desktop-PCs kümmern. Weitere Angaben zur Technik, etwa bezüglich Stromaufnahme oder Reichweite machte Ozmo allerdings nicht.
Die verbreitete Bluetooth-Technik benötigt eines eigenes Funkmodul. Doch verbauen viele Hersteller in ihren Geräten Bluetooth-WLAN-Kombi-Bausteine, die nur wenig mehr als reine WLAN-Module kosten. Auch beim Thema Energieverbrauch punktet Bluetooth mit seinem drei Stromspar-Modi zumindest gegenüber dem herkömmlichen WLAN, das eher als Stromfresser bekannt ist. Unklar ist außerdem, wie die WPAN-Technik auf den Störpegel anderer Funkgeräte reagiert und ob sie diese unter Umständen selbst nennenswert stört. Bluetooth bringt immerhin mit dem Adaptive Frequency Hopping ein Verfahren mit, das Ausweichmanöver im Frequenzband ermöglicht und so die Koexistenz mit anderen 2,4-GHz-Funkern deutlich fördert. (rek)