Gutes tun mit ungenutzter Smartphone-Rechenpower
Mit einer speziellen Android-App sollen Benutzer die ungenutzte Rechenleistung ihres Smartphones zukünftig spenden können - und zwar nur bei angeschlossenem Netzteil, um die Laufzeit nicht zu beeinträchtigen.
Es hat auf dem PC eine lange Tradition, dass man den Rechner, während man ihn nicht benötigt, in den Dienst einer guten Sache stellen kann. Seti@Home ist so ein Projekt, das die ansonsten brachliegende Rechenkraft hunderttausender PCs nutzt, um nach außerirdischem Leben zu suchen. In Zeiten, in denen auch Smartphones immer stärker motorisiert daherkommen, teilweise bereits mit im Gigahertz-Bereich getakteten acht Prozessorkernen, will der Smartphone-Hersteller HTC die ungenutzte Kraft der mobilen Geräte für gute Zwecke einspannen.
Das auf dem Mobile World Congress angekündigte Projekt "HTC Power to give" soll einen "Supercomputer erschaffen. Dazu arbeitet HTC mit der auf verteiltes Rechnen spezialisierten Computing Initiative BOINC von der University of California in Berkeley, und Fearlessly Frank von Global Brand Consultancy zusammen. Mit einer speziellen Android-App sollen Benutzer die Rechenpower ihres Gerätes zukünftig spenden können, wobei sie auswählen können, welchem Projekt die Rechenleistung zugute kommt.
Nur am Netzteil aktiv
Damit die Laufzeit nicht einbricht, startet HTC Power To Give die Rechenaufgaben nur, wenn das Telefon geladen wird und mit einem WLAN verbunden ist. Derzeit befindet sich das Projekt noch im geschlossenen Betabetrieb. Die App steht noch nicht im Play Store zum Herunterladen bereit.
BOINC hat schon länger einen Android-Client für seine Projekte im Angebot. In c't 18/2013 haben wir ausprobiert, wie energieeffizient sich ältere Handys verhalten – und so schlecht schlagen sie sich dabei nicht. (jo)