LTE-Infrastruktur fĂĽr noch mehr Benutzer
Power-Prozessoren mögen zwar aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwunden sein, leisten ihr aber weiterhin gute Dienste, etwa in LTE-Basisstationen.
Während Smartphones, Apps und vielleicht sogar Prozessoren auf dem MWC die Aufmerksamkeit auf sich lenken, tut sich auch im Hintergrund einiges: So hat Freescale ein System-on-Chip für sogenannte Metro Cells vorgestellt. Das sind vergleichsweise kleine LTE-Basisstationen, die auf begrenztem Raum wenige Benutzer mit hohen Datenraten versorgen können.
Im konkreten Fall können sich bis zu 256 Teilnehmer bei einem QorIQ B3421 anmelden und von dort bis zu 150 MBit/s im Downlink beziehen. Neu am B3421 sind nicht seine beiden Power-Kerne (e6501), sondern das integrierte digitale Frontend für die Funk-Technik. Damit soll die Effizienz der Verstärker und so letztlich die der ganzen Metro-Zelle steigen.
Generell sieht Tareq Bustani von Freescale einen Trend zu immer mehr unterschiedlichen Typen von LTE-Basisstationen, fein abgestuft nach Reichweite und Nutzerzahlen. Das beginnt bei den klassischen Makrozellen mit mehreren Kilometern Reichweite und geht über Metro- Mikro-, Nano- bis hinab zu Femto-Zellen. Letztere sind so klein, dass eine Firma sie beispielsweise innerhalb eines Gebäudes betreiben darf, ohne den Netzplan der Provider durcheinander zu bringen.
Gerade bei den Mobilfunkbasisstationen sind die sonst etwas aus der Mode gekommenen Power-Prozessoren nicht nur dominant, sondern werden auch kontinuierlich weiter entwickelt. (bbe)