EU-Projekt zum Technologie-Transfer erfolgreich

Der zuständige Koordinator zieht über das EU-Projekt zum Technologie-Transfer bei Hochgeschindigkeitsrechnern und -netzen eine positivie Bilanz.

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Von
  • Christian Rabanus

Das Projekt High Performance Computing and Networking – Technology Transfer Network (HPCN-TTN) geht erfolgreich seinem Abschluss entgegen. Diese Bilanz zog heute Max Lemke, einer der beiden für das Projekt bei der Europäischen Kommission verantwortlichen Koordinatoren, im Gespräch mit c't.

Das HPCN-TNN zielte insbesondere auf kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) und sollte ihnen Hilfestellungen im Einsatz von hochentwickelten, kostengünstigen parallelen Computersystemen und Hochleistungsnetzwerken bieten. Vor allem diese kleinen und mittleren Firmen bedürften, meinte Lemke, besonderer Unterstützung bei der Hinführung zu diesen Technologien, die auf dem freien Markt für sie kaum erschwinglich seien. Die EU unterstützte das 1997 gestartete 75-Millionen-Euro-Projekt, das am 31. März ausläuft, in ihrem 4. Rahmenprogramm mit 45 Millionen Euro. 600 Teilnehmer beteiligten sich in 170 Einzelprojekten. 21 Technologie-Transfer-Knoten in Europa koordinierten die Einzelprojekte und fungierten wie etwa die GMD als regionale Technologiebroker.

Lemke erwartet in den nächsten vier Jahren durch das HPCN-TTN einen Nutzen von rund 100 Millionen Euro. Das Projekt habe zur Entwicklung von etwa 150 neuen Produkten und zur Gründung von 10 Firmen geführt. Es habe weitere 70 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro nach sich gezogen. Lemke hob besonders hervor, dass manche Kooperationen auch über die Förderungdauer durch die EU hinaus weiterbestehen. Ob auch im 5. Rahmenprogramm ein vergleichbares Projekt gefördert wird, konnte Lemke noch nicht sagen. Derzeit prüfe man eingereichte Vorschläge und überlege, ob man einige von ihnen zu einem TTN zusammenfassen könne. (chr)