MWC

Vorne AMOLED, hinten E-Ink: Ein erster Blick auf das Yotaphone 2

Yota hat bei seinem zweiten Yotaphone einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Beim ersten Blick auf das Smartphone aus Russland gefiel die schicke E-Ink-RĂĽckseite und das scharfe AMOLED-Haupt-Display.

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Von
  • Achim Barczok

Die E-Ink-Rückseite des neuen Yotaphone sieht deutlich eleganter als beim Vorgänger aus.

Yota zeigt auf dem Mobile World Congress die zweite Generation seines E-Ink-Smartphones YotaPhone. Die größte Neuerung ist das überarbeitete E-Ink-Display auf der Rückseite des Smartphones. Beim Vorgänger musste man es noch umständlich über mechanische Buttons bedienen, das neue YotaPhone hat ein Touchscreen. Das wurde gemeinsam mit einem auf dem MWC noch nicht benannten Partner entwickelt und soll kaum mehr Strom benötigen als ein E-Ink ohne Touch. Das 4,7 Zoll große Panel löst mit 960 × 540 Pixeln auf und ist damit auf die Fläche gesehen mit 236 dpi schärfer als der Vorgänger (169 dpi) und schärfer als der aktuelle Kindle Paperwhite (213 dpi).

Schöner sieht es aber vor allem deshalb aus, weil es in einer nach außen hin abgerundeten Rückseite steckt und diese farblich an das E-Ink-Grau angepasst ist. Das verstärkt den Eindruck, als ob die angezeigten Inhalte direkt auf die Rückseite gedruckt sind. Beim finalen Produkt sollen Gehäusefarbe und E-Ink noch stärker angepasst sein als beim Prototypen, der im Video zu sehen ist. Geschützt wird es mit kratzfestem Gorilla-Glas.

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Auch das Frontseiten-Display hat Yotaphone massiv verbessert: Wie Samsung beim Galaxy S4 verwendet es ein farbkräftiges Full-HD-AMOLED-Panel mit 5-Zoll-Diagonale. Die übrige Hardware kann sich ebenfalls mit den aktuell verfügbaren Spitzen-Smartphones von Sony, Samsung und LG messen lassen: Im Yotaphone 2 stecken ein Snapdragon 800, LTE, ein Modul für Wireless Charging, 2 GByte RAM und 32 GByte Flash. Dem Prototypen auf dem MWC merkte man aber noch an, dass die Software dafür aber noch nicht optimiert ist. Das fertige Produkt soll 9 mm dünn sein und 140 Gramm wiegen.

Über das vordere Display benutzt man das YotaPhone genauso wie jedes andere Android-Smartphone. Auf der Rückseite zeigt es dagegen in Graustufen statischere Infos, zum Beispiel E-Books oder PDFs. Das stromsparende E-Ink-Display lässt sich nicht bloß als E-Reader nutzen. Auch hat Yota eine Software installiert, mit der man sich angepasste Wallpaper unter anderem mit Fotos, News und Wetter-Infos zusammenstellt.

Einen Social-Media-Stream kann man sich auf der Rückseite ebenso anzeigen lassen wie Navigationskarten, To-Do-Listen oder vom Fitness-Armband Fitbit aggregierte Statistiken. Über eine offene Schnittstelle können Software-Entwickler ihre eigenen Apps für das E-Ink-Display optimieren.

Das YotaPhone 2 soll im Oktober mit dem aktuellen Android 4.4 in Russland auf den Markt kommen und zeitnah in Deutschland starten. Einen konkreten Preis nannte das Unternehmen noch nicht. Er soll sich aber am Preis des ersten YotaPhone orientieren, das derzeit fĂĽr 500 Euro zu haben ist. (acb)