Telefonica Deutschland (O2) spĂĽrt Preisdruck

TelefĂłnica Deutschland, hierzulande vor allem mit der Marke O2 vertreten, verzeichnete voriges Jahr ein Umsatz- und Gewinnminus.

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Der Preisdruck im deutschen Mobilfunkmarkt und die verstärkte Nutzung von Messengern wie WhatsApp anstelle von SMS drücken auf die Bilanz des Mobilfunkanbieters Telefonica Deutschland (O2). Der Umsatz ging 2013 um 5,7 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Der operative Gewinn vor Abschreibungen belief sich auf 1,2 Milliarden Euro und lag damit um 3,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Ohne den Verkauf von Telefonica Online Services oder den Glasfasernetzen in Hamburg lag das Minus bei mehr als 9 Prozent.

Der Umsatz aus Mobilfunkdienstleistungen schrumpfte 2013 insgesamt um 5,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Davon stieg der mobile Datenumsatz inklusive SMS um 3,7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Mit Mobilfunkhardware setzte Telefónica Deutschland 684 Millionen Euro um, 1,4 Prozent mehr als 2012. Dabei habe der Anteil LTE-fähiger Mobilfunkgeräte an den gesamten Hardware-Verkäufen im vierten Quartal 80 Prozent betragen.

Im Festnetz setzte Telefónica 1,2 Milliarden Euro um, das ist ein Rückgang gegenüber 2012 um 9,4 Prozent. Das führt das Unternehmen auf den "Rückgang der DSL-Kundenbasis" und die "leicht rückläufige Entwicklung des DSL-ARPU im Privatkundengeschäft". zurück. Die Nachfrage der Kunden nach VDSL-Angeboten wirke den Trends entgegen.

Ende Dezember 2013 hatte Telefónica Deutschland 25,2 Millionen Kundenanschlüsse. Die Mobilfunkanschlüsse legten gegenüber dem Vorjahr leicht auf 19,4 Millionen zu. Die Zahl der Postpaid-Kunden beträgt zum Ende des Jahres 10,3 Millionen, die der Prepaid-Kunden 9,1 Millionen.

Einen konkreten Ausblick gab Telefonica Deutschland nicht. Das Unternehmen blicke aber mit Optimismus in das Jahr 2014, da der geplante Erwerb von E-Plus ein enormes Wertschöpfungspotenzial eröffne, wie Finanzvorstand Rachel Empey und Strategievorstand Markus Haas erläutern. Im laufenden Jahr will sich das Unternehmen auf das Geschäft mit mobilen Daten konzentrieren. E-Plus will mit WhatsApp kooperieren, das einen eigenen Mobilfunkdienst plant. (mit Material der dpa) / (anw)