Vorerst kein drahtloses Internet in ThĂĽringen
Drei Unternehmen sind rechtlich verpflichtet, noch in diesem Jahr mindestens 15 Prozent der ThĂĽringer Gemeinden zu versorgen. Die Bundesnetzagentur in Bonn und das ThĂĽringer Wirtschaftsministerium gehen allerdings nicht davon aus, dass dies erfĂĽllt wird.
Hoffnungen auf ein drahtloses Hochgeschwindigkeits-Internet fĂĽr ThĂĽringer Gemeinden haben sich laut einem MDR-Bericht vorerst zerschlagen. Rechtlich seien drei Unternehmen verpflichtet, 2009 mindestens 15 Prozent der ThĂĽringer Gemeinden zu versorgen, berichtete das ThĂĽringen-Journal. Die Bundesnetzagentur in Bonn und das ThĂĽringer Wirtschaftsministerium gingen jedoch nicht davon aus, dass diese Auflage erfĂĽllt wird.
Das sei ein "trauriges Kapitel", sagte ein Ministeriumssprecher in Erfurt. Das Ministerium hatte vor allem auf eine Versorgung ländlicher Gemeinden gesetzt. Thüringen habe gemeinsam mit anderen Bundesländern die Bundesnetzagentur aufgefordert, mehr Druck auf die Lizenzinhaber auszuüben.
Einzige Sanktion wäre der Lizenzentzug, aber dies seien Einzelfallentscheidungen, sagte ein Sprecher der Netzagentur. "Wir sprechen zunächst mit jedem Unternehmen, dann sehen wir weiter." Dass nicht ausgebaut werde, sei nicht erwartet worden. "Da die Unternehmen Geld für die Lizenzen gezahlt haben, sind wir fest davon ausgegangen, dass auch investiert wird."
Hauptgrund für den bundesweit verhaltenen Ausbau sei, dass neue Funktechniken verzögert verfügbar seien, sagte Nicole Mietelski von der DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH dem Sender. Parallel habe die Telekom zügig ihr DSL-Netz erweitert, sodass es weniger unversorgte Regionen gebe. Neben der DBD würden die Clearwire Europe S.a.r.l. und die Inquam Broadband GmbH Lizenzen für Thüringen besitzen.
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(anw)